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Alvarez: „Khabib schägt die Nummer 11 und ist damit Champion?“

Eddie Alvarez (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Seit zwei Wochen ist Khabib Nurmagomedov Leichtgewichts-Champion der UFC. Kehrt damit nach der Regentschaft von Conor McGregor und dem Interims-Titel-Fiasko endlich Ruhe in die hart umkämpfte Gewichtsklasse ein? Es sieht scheinbar nicht danach aus, denn bereits die ersten Kämpfer fangen an, Nurmagomedov den Status als Champion abzusprechen. Darunter auch Eddie Alvarez.

„Es ist schon witzig“, sagte Alvarez im Rahmen der UFC Fight Night in Atlantic City. „Khabib war bisher kein Champion. Jetzt besiegt er die Nummer 11 und plötzlich ist er einer. Nur damit das klar ist. Er ist derjenige, der andere als Papier-Champion oder Fake-Champions und nicht als wahre Champions bezeichnet. Aber jetzt schlägst du die Nummer 11 und bist der Champion? Denk mal darüber nach. Geh während des Ramadans mal in dich. Nummer 11 und jetzt bist du Champion.“

Nurmagomedov hatte den Titel bei UFC 223 gegen Al Iaquinta gewonnen, nachdem sich erst Interims-Champion Tony Ferguson eine Woche vor dem Termin verletzte und Max Holloways Weight Cut von der New Yorker Boxkommission abgebrochen wurde. Iaquinta, der ursprünglich auf Paul Felder treffen sollte, sprang kurzfristig ein und verlor eine deutliche Punktentscheidung gegen den Dagestaner. Für Alvarez kein Merkmal eines echten Champions.

„Als ich um den Titel gekämpft habe, habe ich vorher im wahrsten Sinne des Wortes gegen die Nummer 5, 4, 3, 2 und 1 der Rangliste gekämpft. Ich habe gegen den Champion gekämpft, jemanden, der schon Champion war und den Gürtel hatte. Das macht einen echten Champion aus. Ich werde weiterhin gegen die Besten antreten und darauf warten, dass die UFC meine Nummer wählt.“

Bis dahin will der frühere Leichtgewichtsweltmeister weiter seine nächsten Schritte abwägen. Zuletzt schlug er in einer wahnsinnigen Schlacht Justin Gaethje K.o. und kam nach der Niederlage gegen Conor McGregor und einem umstrittenen No Contest gegen Dustin Poirier wieder zurück auf die Siegerstraße. Neben Nate Diaz, dessen Namen er gerne in der Bilanz hätte, ist natürlich auch Nurmagomedov auf Alvarez' Liste. Aus dem einfachen Grund, da der „Underground King” weiterhin davon überzeugt ist, das beste Matchup für Nurmagomedov zu sein.

„Der Champion will nicht gegen mich antreten. Er weiß, dass ich ein schlechtes Matchup für ihn bin. Stattdessen will er lieber eine verwundete Gazelle nach der anderen abgreifen. Er sucht sich einfachere Matchups aus. Ich versteh das. Mach es ruhig. Ich warte, bis ich dran bin. […] Jeder kennt ja die Story. Ein Typ aus Philadelphia kämpft gegen einen ungeschlagenen Russen, den jeder für unzerstörbar hält. Und wisst ihr was, wir können das genauso aufziehen. Wenn er stirbt, dann stirbt er eben“, beendete Alvarez seine Kampfansage mit einem Zitat aus dem Filmklassiker Rocky 4.