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AFC 6: Wesner feiert erfolgreiches Comeback, Banovic schlägt Huber

Nicole Wesner ist zurück! (Foto: Nicole Wesner)

Bereits zum sechsten Mal flogen im Rahmen der Austrian Fight Challenge in Wien die Fäuste. Die Fans im Admiral Dome bekamen dabei sowohl Boxkämpfe, als auch Gefechte im K-1 und MMA geboten. Im Hauptkampf des Abends konnte Darko Banovic den MMA-Veteranen Tobias Huber vorzeitig stoppen. Zudem feierte Box-Weltmeisterin Nicole Wesner nach einer Knie-OP ihr erfolgreiches Comeback im Ring.

Comeback geglückt! Nur wenige Monate nach einer Operation am Knie kehrte die Box-Weltmeisterin Nicole Wesner am vergangenen Wochenende in den Ring und auf die Siegerstraße zurück. Ein Anriss des Meniskus zwang die gebürtige Kölnerin zuletzt zum Pausieren. Bei der sechsten Auflage der Austrian Fight Challenge war es endlich soweit, die 40-Jährige stand nach einem halben Jahr erstmals wieder im Ring. Zu diesem Anlass wechselte die dreifache Weltmeisterin im Leichtgewicht sogar eine Gewichtsklasse nach oben, ins Superleichtgewicht.

„Ich werde nicht dauerhaft  in dieser Gewichtsklasse boxen“, verriet sie jedoch nach dem Kampf. „Nach wie vor bin ich dreifache Weltmeisterin im Leichtgewicht und werde diese Titel 2018 wieder im Leichtgewicht boxen.“ Trotz der ungewohnten Gewichtsklasse zeigte die Athletin vom Gym 23 eine hervorragende Leistung. War das Gefecht anfangs noch knapp, zog sie mit fortschreitender Kampfdauer immer weiter davon. Ein ums andere Mal bekam ihre Kontrahentin, die Georgierin Lela Terashvili, harte Kombinationen zu spüren. Nach sechs Runden hatten die Punktrichter keine andere Wahl, als Nicole Wesner zur Siegerin zu erklären. Damit baut sie ihre Bilanz auf makellose 14 Siege in ebenso vielen Kämpfen aus.

Dass auch Bantamgewichte für ordentlich Action sorgen können, zeigten Darko Banovic und Tobias Huber im Hauptkampf des Abends. „Thiago“, wie Huber von seinen Fans genannt wird, versuchte von Beginn des Kampfes an, das Gefecht auf die Matte zu verlagern, scheiterte jedoch mehrfach. Schlussendlich war es Banovic, dem der Takedown gelang und der die restliche Runde aus der Top-Position arbeitete. Im weiteren Verlauf des Kampfes machte der „Facesmasher“ vom lokalen Gym 23 seinem Namen alle Ehre und schlug Huber mehrfach zu Boden. Nach einem erneuten Knockdown im letzten Durchgang bearbeitete Banovic seinen Kontrahenten so lange mit Ground and Pound, bis der Ringrichter genug gesehen hatte und einschritt. Nach seinem Erfolg bei AFC 5 durfte der Österreicher den zweiten Sieg in diesem Jahr feiern.

Auch das restliche Programm konnte überzeugen. Von fünf MMA-Kämpfen ging kein einziger über die volle Distanz. Für die siebte Ausgabe haben die Veranstalter ebenfalls schon einen Termin im Auge: Im Februar 2018 soll es in Wien wieder rund gehen.