Boxen

Manny Pacquiao: Tod den Homosexuellen!

Akzeptiert keine Homosexualität: Manny Pacquiao.

Manny Pacquiao stand zuletzt wegen seiner Äußerung, dass Homosexuelle „schlimmer als Tiere“ seien, stark unter Kritik (GNP1.de berichtete). Nun ging er mit seinen diskriminierenden Stellungnahmen noch einen Schritt weiter.

Der gegen Homosexuelle gerichtete Kommentar des Philippiners, welcher Menschen mit Tieren vergleicht, verbreitete sich durch die Medien in kürzester Zeit über den gesamten Globus. Die Firma Nike kündigte kurz darauf den millionenschweren Werbevertrag mit Pacquiao, bekannte Persönlichkeiten äußerten sich empört, sogar die Katholische Kirche bat den „Pac Man“ um Toleranz.

Kaum einen Tag darauf grub sich der achtfache Weltmeister im Boxen jedoch noch ein tieferes Loch. Der 37-Jährige veröffentlichte auf Instagram einen Bibelvers aus dem Alten Testament, in dem es um die Hinrichtung von Homosexuellen geht. Der Post wurde kurz darauf gelöscht, allerdings nicht bevor Medien Screenshots sicherten, so dass der Beitrag im Internet weiterverbreiten wurde.

In dem Zitat des „Pac-Man“ aus dem Buch Levitikus hieß es: „Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.“

Als Antwort auf Kritiker des Beitrags fügte der strenggläubige evangelische Protestant anschließend hinzu: „Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse gegen euch sagen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn im Himmel ist groß; denn so verfolgten sie die Propheten vor euch.“

Promoter Bob Arum äußerte sich entsetzt über die Einstellung seines früheren Schützlings und bezeichnete sie als „abscheulich“. Es ist nicht das erste Mal, dass Pacquiao beschuldigt wurde, derartige Zitate zu nutzen. Bereits 2012 nutzte er dasselbe Bibelzitat als Antwort auf US-Präsident Obama, nachdem dieser sich positiv zur gleichgeschlechtlichen Ehe äußerte.

Pacquiao glaubt nach eigener Aussage das Richtige zu tun und nach dem Willen Gottes zu handeln. In der Vergangenheit hat der philippinische Volksheld, neben seinen finanziellen Anteilen an einem Nachtklub und einem Casino in Manila, über 1000 Hähne im Wert von einer halben Million Euro für blutige Kämpfe zwischen den Federtieren eingesetzt. Derartige Tätigkeiten scheinen aus seiner Sicht keinen Einfluss auf den Segen Gottes auszuüben.

Pacquiao ist neben seiner Karriere als Boxer auch Kongressabgeordneter. Bei den Wahlen im Mai strebt er einen Sitz im Senat des Staates an. Seinen letzten Boxkampf bestreitet er gegen Timothy Bradley am 9. April (GNP1.de berichtete).