Boxen

Wladimir Klitschko will MMA trainieren

Wladimir Klitschko (Foto: Public Address)

Boxen und Mixed Martial Arts – obwohl der eine Sport ein Teil des anderen ist, herrscht seit Jahren eine Rivalität untereinander. Vor allem die amerikanischen Boxer und Boxpromoter teilen regelmäßig verbale Tiefschläge aus.

Bob Arum, einer der einflussreichsten Männer im Boxsport, hatte zum Beispiel Folgendes über die UFC zu sagen: „Da steht ein Haufen weißer Skinheads herum, die dabei zusehen, wie andere, die ebenfalls wie weiße Skinheads aussehen, kämpfen. [...] Die rollen wie Homosexuelle auf dem Boden herum.“

Glücklicherweise gibt es im Boxsport auch vernünftige Menschen wie Dr. Wladimir Klitschko, den amtierenden Weltmeister im Schwergewicht nach Version der IBF, WBO, WBA und IBO. Der promovierte Sportwissenschaftler, der nicht nur für seine boxerischen Fähigkeiten, sondern auch für seinen scharfen Verstand bekannt ist, äußerte sich dieses Wochenende bei der „Jim Rome Show“ zu den Mixed Martial Arts.

„Ich war gerade in Russland, als ich MMA zum ersten Mal live sah“, erzählte Klitschko. „Um ehrlich zu sein, mochte ich es vorher nicht besonders. Aber als ich es live sah, wuchs in mir der Respekt für die MMA-Kämpfer. Es ist ein harter Sport. Ich glaube nicht, dass ich jetzt noch anfangen und im Käfig kämpfen könnte. Ich denke, dass ich dafür leider zu alt bin. Aber ich respektiere diese Sportler sehr, denn man muss dafür sehr viele Fähigkeiten haben, sehr vielseitig sein. Man muss ein guter Ringer sein, man muss ein guter Kickboxer sein, man muss ein guter Boxer sein, man muss eine gute Kondition haben. Und man muss noch vieles mehr können, wenn man über lange Zeit hinweg gewinnen und Champion sein will. Es ist sehr schwierig.“

Für einen Wechsel vom Boxen zum MMA-Sport ist es für Klitschko schon zu spät, doch der 36 Jahre alte Ukrainer ist dem Gedanken nicht abgeneigt, bald auch mal in einem MMA-Gym zu trainieren.

„Ich will nicht kämpfen, aber ich will es ausprobieren“, sagte Klitschko weiter. „Ich will es aus Fitnessgründen trainieren. Ich will dadurch fit bleiben und in einem MMA-Gym bestimmte Techniken trainieren. Als ich jünger war, habe ich Ringen und Judo gemacht, also habe ich noch ein Gespür für das Ringen. Wie ich bereits sagte, als Training für die Fitness ist es perfekt, aber kämpfen? Nein.“