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Wilder will Fury-Rückkampf um Rechnung zu begleichen

Deontay Wilder

Am Samstag verteidigte Deontay Wilder seinen WBC-Titel im Schwergewicht. Doch der Amerikaner, der zuvor 39 seiner 40 Kämpfe durch Knockout gewann, steht im Mittelpunkt einer Kontroverse. Zwar landete er zwei Niederschläge gegen Tyson Fury, der Engländer gewann aber Runde um Runde auf dem Weg zu einem umstrittenen Unentschieden. Das will Wilder nicht auf sich sitzen lassen und in einem Rückkampf für klare Verhältnisse sorgen.

„Ich will gegen die Besten kämpfen, die gegen die Besten kämpfen wollen“, sagte Wilder bei SiriusXM. „Tyson Fury will gegen die Besten antreten, denn er ist einer von ihnen. Ich würde mich über einen Rückkampf freuen um die Rechnung ein für alle Mal zu begleichen und die Gemüter der Leute nach dieser weltweiten Kontroverse zu beruhigen. Wer hat wirklich gewonnen? Lasst uns für klare Verhältnisse sorgen, solange das Eisen noch glüht.“

Wilder hatte sich am Samstag ein Duell über zwölf Runden mit Tyson Fury geliefert, das Unentschieden endete. Zwar ging der Engländer zwei Mal zu Boden, zuletzt in der zwölfte Runde, doch der Tenor lautet, dass Fury den Kampf eigentlich hätte gewinnen müssen. Die Punktrichter sahen das jedoch anders. Für Wilder eine willkommene Gelegenheit zu einer direkten Revanche.

„Warum nicht? Wir sollten es nochmal machen und den Fans das geben, was sie sehen wollen. Warum sollte ich keinen Rückkampf wollen? Ich habe ihn auf die Bretter geschickt, er mich nicht. Ich bin bereit, der Welt zu zeigen, dass ich der bin, der ich bin. Wir haben es fast geschafft, aber fast zählt eben nichts. Ich bin bereit, es nochmal zu tun.“

Der WBC-Weltmeister hatte eigentlich gehofft, nach einem Sieg über Tyson Fury dessen Landsmann Anthony Joshua zum Vereinigungskampf herauszufordern. Diese Pläne sind nach dem Unentschieden nun vorerst wieder in der Schublade.