Boxen

Weltmeister soll in den Knast

Wenn es nach der Staatsanwaltschaft geht, dann muss der Schweriner Box-Weltmeister Jürgen Brähmer wegen schwerer Körperverletzung für 18 Monate hinter schwedische Gardinen. Seine Verteidiger hingegen fordern einen Freispruch. Ein Urteil wird am Dienstag, den 12. Januar fallen und dann wird sich wohl auch die sportliche Zukunft des Weltmeisters klären.

Zur Last wird Brähmer Folgendes gelegt: Bei einer Auseinandersetzung im Mai 2008 soll er in einer Schweriner Bar gegen eine Frau handgreiflich geworden sein. Bei der mutmaßlichen zweiten Tat soll er am 13. September 2008 in einer benachtbarten Diskothek einen Gast beleidigt und anschließend attackiert haben. Brähmer selbst ist vorbestraft, hatte die Taten aber von Beginn an abgestritten.

Für seine Anwälte sei die Unschuld des Weltmeisters erwiesen. Sollte dennoch kein Freispruch erfolgen, kündigten diese bereits an, weitere Beweisanträge zu stellen.

Für Beobachter werfen beide Taten deutliche Fragezeichen auf. So konnte beispielsweise ein Arzt bei der Frau, die angeblich verletzt worden sein soll, zuerst keine Anzeichen körperlicher Gewalt feststellen. Erst Tage später wollte ein ihr bekannter Arzt Hämatome und einen Nasenbeinbruch erkannt haben.

Am Dienstag um 15 Uhr wird nun entschieden, ob die Sache mit einem Freispruch vom Tisch ist oder ob das ganze in eine weitere Runde verlegt wird. Es geht um nicht weniger als die sportliche Zukunft von Jürgen Brähmer.