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Wegen Verfahrensfehler: Manuel Charr könnte WM-Titel trotz positiven Dopingtests behalten

Manuel Charr (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Kommando zurück: Manuel Charr könnte trotz eines positiven Dopingtests seinen WM-Titel der WBA im Schwergewicht behalten. Der Kölner wurde nur wenige Tage vor seiner Titelverteidigung gegen Fres Oquendo im September positiv getestet, der Kampf abgesagt. Nun könnte das Duell erneut angesetzt werden.

Denn wie der Spiegel berichtet, wurde Manuel Charrs Lager nicht zur beantragten Öffnung der B-Probe geladen, obwohl man mehrfach danach gefragt habe. Zudem soll die VADA die B-Probe in einem nicht offiziell zugelassenen Labor geöffnet haben. Klare Verstöße gegen die Anti-Doping-Regularien des Verbands, sodass die Gültigkeit der A-Probe in Frage gestellt wird.

Charr wurde im Rahmen einer Trainingskontrolle vom 31. August 2018 positiv auf die Steroide Drostanolon und Epitrenbolon getestet. Seine Anwälte beantragten umgehend die Öffnung der B-Probe, um seine Unschuld zu beweisen. In der Zwischenzeit wurde der Titelkampf gegen Fres Oquende, der für den 29. September angesetzt war, abgesagt. Aufgrund vorheriger Präzedenzfälle könnte der VADA daran gelegen sein, es nicht auf einen Rechtsstreit mit Charrs Lager ankommen zu lassen.

Charr selbst plant nun eine erneute Chance zur Titelverteidigung gegen den 45-jährigen Oquendo. Auf Facebook schrieb er: „Aus unserer Sicht gibt es keinen Zweifel, dass ich der amtierende WBA Weltmeister im Schwergewicht bin und dass ich diesen Titel selbstverständlich verteidige. Vor einigen Tagen sind mein Team und ich deshalb nach Bulgarien gereist und haben mit einem Vertreter von Fres Oquendo einen neuen Termin für den Titelverteidigungskampf vorbereitet. Dieser wird, aus unserer Sicht, in der ersten Hälfte 2019 stattfinden.“