Boxen

WBA sperrt Manuel Charr für sechs Monate

Manuel Charr (Foto: GNP1.de)

Jetzt ist Manuel Charr doch gesperrt. Der reguläre WBA-Champion wurde wegen einer positiven Dopingprobe im Vorfeld seiner geplanten Titelverteidigung in Köln gegen Fres Oquendo vom Weltverband für sechs Monate gesperrt, obwohl Charr Verfahrensfehler geltend machte. Der Titel könne ihm auch abgenommen werden.

Manuel Charr ist für sechs Monate gesperrt worden. Das gab die WBA nach Auswertung seiner Dopingprobe vom 31. August bekannt. Bei der Trainingskontrolle wurden Charr in der Urinprobe die verbotenen Stoffe Epitrenbolon und Drostanolon nachgewiesen, seine für den 29. September geplante Titelverteidigung wurde gestrichen.

Zuletzt hatte Charr auf Verfahrensfehler gepocht, da weder er noch seine Anwälte bei der Öffnung der B-Probe anwesend waren. Zudem warf er der VADA vor, die Tests in einem nicht offiziell zugelassenen Labor gemacht zu haben. Die Vorwürfe halfen nichts, die WBA sperrte ihren Weltmeister trotzdem für sechs Monate. Aber auch dabei soll laut Charr nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein.

„Der Anwalt, mit dem wir bisher kommuniziert haben, hat gekündigt. Das Englisch ist schlecht, es ist nicht klar ersichtlich, ab wann die Sperre gelten soll“, sagte Charr dem Kölner Express. Dem Boxer steht die Möglichkeit offen, Widerspruch gegen die Entscheidung des Weltverbandes einzulegen. Bis dahin bleibt Charr allerdings gesperrt.