Boxen

Verhandlungen mit Wilder geplatzt, Anthony Joshua trifft auf Povetkin

Anthony Joshua (re.) im Duell mit Wladimir Klitscho (Foto: Karl-Ludwig Poggemann/Flickr.com)

Die Verhandlungen sind geplatzt: Anthony Joshua wird vorerst nicht auf Deontay Wilder treffen. Das berichtet ESPN. Stattdessen wird sich der englische Schwergewichtsweltmeister einer Pflichtverteidigung stellen und seine Gürtel am 22. oder 29. September gegen Alexander Povetkin aufs Spiel setzen.

Es hätte der größte Schwergewichtskampf des Jahres und Anthony Joshuas Eintrittskarte für den lukrativen Box-Markt der USA werden können, wenn es eine Einigung gegeben hätte. Stattdessen müssen Fans weiter auf das Aufeinandertreffen der besten Schwergewichte warten, denn Joshua wird vorerst nicht auf Deontay Wilder treffen.

Der Olympiasieger hält mittlerweile drei der vier großen WM-Titel. 2016 sicherte er sich den IBF-Titel, ein Jahr später knockte er Wladimir Klitschko im Kampf um den WBA-Super-Titel aus und im März fügte er seiner Sammlung mit einem Sieg über Joseph Parker auch den WBO-Titel hinzu. Der einzige Titel, der noch fehlt, ist der von Wilder gehaltene Gürtel der WBC, den dieser zuletzt gegen Luis Ortiz verteidigte.

Die beiden Weltmeister hatten monatelang verhandelt, zahlreiche Andeutungen in Interviews und den sozialen Netzwerken gemacht, am Ende konnten sie sich doch nicht einigen. Nun wird der schwarze Peter hin und her geschoben. Joshua-Promoter Eddie Hearn sagte etwa, dass Wilder ein Angebot über 20 Millionen Dollar unterbreitet wurde, dass dieser aber abgelehnt habe.

Zum Schluss kam auch noch der Weltverband WBA hinzu, der Joshua eine Frist für die Verhandlungen setzte. Nachdem die Frist diese Woche auslief, muss Joshua nun in den sauren Apfel der Pflichtverteidigung beißen. Dabei wird er auf Ex-Weltmeister Alexander Povetkin treffen. Der 38-Jährige verlor in seiner Karriere nur gegen Wladimir Klitschko und ist seit fünf Jahren ungeschlagen. Zuletzt schlug er im März David Price K.o.

Wilder wird sich voraussichtlich auch nach einem anderen Kampf umsehen, möglicherweise gegen Dominic Breazeale. Sollten Joshua und Wilder ihre Titelverteidigungen gewinnen, dürfte das Spielchen im Herbst von vorne losgehen.