Boxen

Tyson Fury legt Weltmeistertitel nieder

Tyson Fury hat in der Nacht zum Mittwoch seine Weltmeisterschaftstitel der WBO und WBA niedergelegt. Das Schwergewicht wurde im letzten Monat zweimal positiv auf Kokain getestet und befindet sich aktuell wegen Depressionen in Behandlung.

„Ich denke, es ist nur fair und richtig und zum Wohle des Boxens, die Titel aktiv zu halten und anderen Herausforderern zu erlauben, um die vakanten Titel zu kämpfen, die ich voller Stolz gewonnen habe und als ungeschlagener Schwergewichtsweltmeister gehalten habe, nachdem ich den langjährigen Champion Wladimir Klitschko besiegt habe“, sagte Fury in einem Statement. „Ich habe die Titel im Ring gewonnen und denke, dass sie auch nur im Ring wieder verloren werden sollten, aber ich bin nicht in der Lage, die Gürtel momentan zu verteidigen. Darum habe ich die harte und emotionale Entscheidung gefällt, meine geliebten Titel niederzulegen.“

Fury hatte die Titel im November vergangenen Jahres an sich gerissen, nachdem er den jahrelang unbesiegten Chamion Wladimir Klitschko nach Punkten besiegen konnte. Ein Rückkampf war sofort im Gespräch, kam aber nie zustande. Im Juli und im Oktober sagte Fury angesetzte Rückkämpfe gegen Klitschko verletzungsbedingt ab. Später gab der Brite jedoch zu, dass er aufgrund von Depressionen mit dem Training aufgehört hatte und damit begann, stark zu trinken und Drogen zu nehmen. Deshalb sei er nicht in der Lage für einen Rückkampf gewesen.

Wer als nächstes um die Titel kämpfen wird, steht noch nicht fest. Wladimir Klitschko, der seit fast einem Jahr auf seine erneute Titelchance wartet, könnte im Dezember auf IBF-Champion Anthony Joshua treffen. Ob die WBO und die WBA ihre vakanten Titel in diesem Duell ebenfalls aufs Spiel setzen würden, ist noch unklar.