Boxen

Tyson Fury fordert Deontay Wilder am 1. Dezember

Anthony Joshua hat seine Pflichtaufgabe gegen Alexander Povetkin erledigt, nun muss Deontay Wilder nachziehen, wenn er den Vereinigungskampf gegen den Engländer haben will. Am 1. Dezember stellt sich der Amerikaner dem Klitschko-Bezwinger Tyson Fury in Los Angeles.

Für Ex-Weltmeister Tyson Fury (27-0, 19 KO) ist es damit die große Chance, sich wieder einen Gürtel um die Hüfte zu schnallen. Der Brite hatte bereits die Titel der WBA, IBF und WBO, der WBC-Titel würde damit sein Set komplettieren. Fury entthronte vor drei Jahren Wladimir Klitschko, geriet im Anschluss jedoch in eine Abwärtsspirale aus Drogen, Dopingvergehen und weiteren Problemen abseits des Rings, die ihn nicht nur die Titel, sondern zeitweise sogar seine Box-Lizenz kostete.

Alles Vergangenheit, seit Juni steht der „Gipsy King“ wieder im Ring und hat sich nach zwei leichten Erfolgen gegen Nuri Seferi und Francesca Pianeta nun wieder interessant genug für einen WM-Kampf gemacht. Kein Wunder also, dass Deontay Wilder (40-0, 39 KO) zuschlägt. Für den Amerikaner, der seinen WBC-Gürtel bereits zum achten Mal verteidigen will, die Gelegenheit, mit einem Erfolg weiter Druck auf Joshua auszuüben und den Engländer in den lange geforderten Vereinigungskampf zu zwingen.

Wilder schlug zuletzt Luiz Ortiz in der zehnten Runde K.o., davor machte er im Rückkampf mit Bermane Stiverne, dem einzigen Boxer, der mit Wilder über die Punkte gehen konnte, kurze Prozess und beendete das Duell schon in der ersten Runde.