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Titel aberkannt

Einer weniger - die WBO erkennt Sergio Martinez seinen Mittelgewichtstitel ab.

Erst im vergangenen Monat gelang es dem argentinischen Boxer Sergio Martinez (45-2-2, 24 KO) den WBO und WBC Mittelgewichtschampion Kelly Pavlik (36-2, 32 KO) zu entthronen. Nun wurde ihm der WBO Gürtel schon wieder aberkannt.

Der Grund dafür sei, dass er sich bis dato nicht entscheiden konnte, ob er künftig im Mittelgewicht bleiben würde oder nicht. Dies teilte ihm der Verband mit. Martinez hält zusätzlich den WBC Titel im Halbmittelgewicht und war nicht sicher, ob er wieder in diese Gewichtsklasse zurückkehren oder im Mittelgewicht bleiben sollte. Nach seinem Titelsieg hatte er zehn Tage Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Diese Frist ließ Martinez offenbar verstreichen.

„Ich bin sehr überrascht über diese Entscheidung“, so Martinez. „Ich hätte mir gewünscht, dass man mir mehr Zeit gelassen hätte. Über den Titelsieg hatte ich mich sehr gefreut, lieber hätte ich ihn im Ring verloren – aber nicht so. Es war mir eine Ehre WBO Champion zu sein.“

Martinez wird derzeit als heißer Kandidat für einen Kampf gegen Floyd Mayweather (41-0, 25 KO) gehandelt, sollte dessen Superfight gegen Manny Pacquiao (51-3-2, 38 KO) nicht zustande kommen. Auch Paul Williams (38-1, 27 KO) und Antonio Margarito (38-6, 27 KO) wären potentielle Gegner. Gegen beide hatte Martinez in der Vergangenheit, zum Teil umstritten, verloren.