Boxen

Streit zwischen Nick Diaz und Trainer Richard Perez

Sorgt wieder für Aufmerksamkeit: Nick Diaz (Foto: Mark Bergmann/Groundandpound.de)

Wo der Name Nick Diaz auftaucht, ist es meistens nicht lange still. Der 31-jährige Amerikaner vom Cesar Gracie Fight Team hat schon für viele Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt wurde er nach dem größten Fight seines Lebens bei UFC 183 zum dritten Mal positiv auf Marihuana getestet. Nun sprach Richard Perez, sein langjähriger Boxtrainer, über eine ganz andere Seite des Paradiesvogels, nämlich darüber, wie er nach dem großen Zahltag seines Schützlings auf die Ersatzbank geschoben wurde und sich im Streit von Diaz trennte.

Nick Diaz ist vor allem für seinen guten Boxstil bekannt. Einen großen Einfluss auf diese Entwicklung nahm Richard Perez. Der Boxtrainer machte Diaz zu dem Kämpfer, der trotz seiner ganzen Skandale mehrfach im Hauptkampf einer Veranstaltung stand und sich mit den Besten der Besten maß. Lange funktionierte dieses Gespann, doch nach dem lukrativen Kampf gegen George St. Pierre, bei UFC 158, änderte sich die Situation. Nun äußerte sich der enttäuschte Mentor gegenüber US-Medien über seinen Schützling.

„Ich habe meine Prozente nach dem George St. Pierre Kampf nicht bekommen und ich wusste nicht, was da mit Nick und seinem Manager ablief“, so Perez. „Er hat seinen alten Manager entlassen und stellte einen Neuen ein. Wir trafen uns in meinem Gym, sprachen über das Geschehene und ich fragte nach einem Vertrag, dem sie zustimmten. Also trainierte ich Nick. In der Folgezeit kam kein Vertrag an, sodass ich mich um den 12. Januar dazu entschied, nicht mehr weiter zu machen um mich nicht zu verschleißen.

Ich textete mit dem Manager und sagte ihm, dass ich Nick nicht weiter trainieren würde, bis ich den Vertrag auf dem Tisch hätte. Sie gaben mir keinen Vertrag. Ich wollte das nicht weiter an mich herankommen lassen, was ich aber tat. Es ist einfach traurig, weil ich diesen Mann nach oben gebracht habe, ihn zu dem gemacht habe der er jetzt ist, und nach seinem großen Zahltag wurde ich einfach zur Seite geschoben. Ich bin verletzt. Ich hatte eine Beziehung zu diesem Jungen, habe ihm alles beigebracht und nun bin ich raus.“

Aus diesem Grund war der renommierte Coach nicht bei UFC 183 in Diaz' Ecke zu sehen, als dieser auf Anderson Silva traf. Eine unschöne Geste von Diaz, der, kaum oben angekommen, offenbar seine alten Beziehungen fallen lässt und neu beginnen will. Ein neues Management und kein neuer Vertrag für Perez lautet das Fazit. Nicks kleiner Bruder Nate trainiert hingegen auch weiterhin mit Perez. Dabei anzumerken ist jedoch, dass die Diaz-Brüder unter verschiedenen Managements agieren. Was die Zukunft für Perez bringt, bleibt vorerst abzuwarten, ebenso eine Reaktion von Nick Diaz selbst.