Boxen

Skandalboxer Chisora zu Sozialstunden verurteilt

Dereck Chisora (Foto: Slugger/Boxrec.com)

Der ehemalige WM-Herausforderer Dereck Chisora wird nun statt seinen Fäusten nur Müllbeutel schwingen können. Der Brite wurde wegen einer Morddrohung vom Gericht zur gemeinnützigen Arbeit verurteilt.

Der Boxsport ist für Gentlemen gedacht. Unbeeindruckt davon zeigte sich nun erneut der Skandal-Boxer Dereck Chisora (20-5, 13 K.o.). Der 31-jährige Brite drohte im vergangenen Jahr einen Mann mit Mord, weil er seinem Mercedes im Weg stand. Er drohte dabei, dem Fahrer und Beifahrer Gesicht und Auto zu zertrümmern.

„Ich sagte ihm, dass ich ihn umbringen würde. Ich war wütend“, so der ehemalige Klitschko-Gegner. „Wenn irgendeiner dein Fahrzeug blockiert, sich weigert, es wegzufahren, und stattdessen erst mal zur Post geht, würde wohl jeder die Fassung verlieren. Ich war zunächst höflich, aber als die beiden anfingen, mich bloßzustellen, wurde ich lauter. Ich hatte gerade Abendessen für meine kleine Tochter gekauft, die im Auto saß. Ja, ich war sauer.“

Das Gericht verurteilte den Schwergewichtler daraufhin zu 60 Sozialstunden, in denen er den Müll in den Londoner Straßen beseitigen muss. Zudem muss er die Opfer jeweils mit 100 Britischen Pfund entschädigen.

Chisora zeigte sich dabei nicht zum ersten Mal als der englische „Bad Boy“. Deutschen Fans dürfte noch der berüchtigte Klitschko-Kampf bekannt sein. Beim Wiegen verpasste Chisora Vitali Klitschko eine Ohrfeige, vor dem Kampf spuckte er Wladimir ins Gesicht, und als ob dies nicht genug war, prügelte er sich mit David Haye im Anschluss auf der Pressekonferenz.

Auch sportlich gesehen lief es für den ehemaligen Europameister im Schwergewicht zuletzt nicht gerade rund. „Del Boy“ unterlag seinem Landsmann Tyson Fury in einem Rückkampf vorzeitig in der zehnten Runde.