Boxen

Shane Mosley hängt seine Handschuhe an den Nagel

HBO-Poster mit Shane Mosley

Ex-Boxweltmeister Shane Mosley hängt seine Handschuhe an den Nagel. Die Meldung seines Rücktritts teilte der 45–jährige US-Amerikaner per Kurznachricht auf Twitter mit.

„Ich hatte eine großartige Karriere und habe jeden Moment genossen, egal ob Sieg, Niederlage oder Unentschieden“, schrieb die lebende Boxlegende am Montagabend. Seit 1993 kämpfte Mosley als Profi. Zuvor galt er als einer der besten Amateurboxer seines Landes.

Shane Mosley (49-10-1, 41 K.o.) gewann in seinen 24 Profijahren vier WM-Titel in drei verschiedenen Gewichtsklassen. 49 seiner 60 Profikämpfe konnte er erfolgreich verbuchen, 41 davon durch Knock-out. In seiner aktiven Zeit stieg er zu einem der weltbesten Boxer auf. Aufgrund seines Boxstils bekam er den Beinamen „Sugar“, der an die Boxlegenden „Sugar“ Ray Robinson und „Sugar“ Ray Leonard erinnert.

„Ich habe hart trainiert und wollte immer ein Weltmeister sein und Leute glücklich machen, wenn sie meine Kämpfe gesehen haben. Ich denke, das ist mir gelungen. Leute haben gesehen, dass ich immer 100 Prozent gegeben habe und das war mir immer wichtig.“

Seinen größten Erfolg feierte Mosley im Jahr 2000, als er WBC-Weltmeister Oscar de la Hoya nach Punkten besiegte. „Sugar“ stand mit legendären Athleten wie Miguel Cotto, Manny Pacquiao oder Floyd Mayweather im Ring.

2012 beendete er seine Karriere erstmalig nach einer Niederlage gegen Box-Star Saul „Canelo“ Alvarez. Sein Comeback fand ein Jahr später statt. Anfang 2015 hängte er die Handschuhe erneut an den Nagel und kündigte an, als Trainer für seinen Sohn Shane Jr. aktiv werden zu wollen.

Im August 2015 stieg er dann wieder in den Ring, für ein erneutes Comeback. Er konnte seitdem zwei Siege erboxen, gegen Ricardo Mayorga und Patrick Lopez, und erlitt eine Niederlage gegen David Avanesyan. Ein geplanter Kampf gegen den ungeschlagenen Russen Magomed Kurbanov im März 2017 fiel aus. Im Juni dieses Jahres wurde Mosley am Rücken operiert.

In diesem Jahr kündigten weitere Boxer ihr Karriereende an, wie z.B. Wladimir Klitschko, Juan Manuel Marquez, Timothy Bradley Jr. oder Robert Guerrero.