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Schwarzer Tag für Eva Voraberger

Die 500 Zuschauer in der Reinhold-Heidinger-Sporthalle in Leibnitz hatten sich fertig gemacht zum feiern. Sie wollten ihre Weltmeisterin Eva Voraberger nach einem Sieg hochleben lassen. Doch Nina Stojanovic hatte etwas dagegen. Die Serbin beendete die Feierstimmung und erarbeitete sich einen geteilten Punktsieg über die in Wien lebende Grazerin. Damit sicherte sich die 23-Jährige den WBF-, WIBF- und den GBU-Gürtel im Superfliegengewicht.

Die 25-Jährige Österreicherin war die Favoritin des Titelkampfes. Eva Voraberger hatte in ihrer Karriere schon schwierige Aufgaben zu erledigen und löste diese zuletzt erfolgreich. Ihre Gegnerin dagegen hatte noch keine ernstzunehmenden Konkurrenten geschlagen. Trotz allem fand die Championesse nicht in den Kampf.

Die Herausforderin war bissiger und hungriger und sicherte sich Runde um Runde. Nach zehn Durchgängen mussten die Ringrichter entscheiden. Zwei entschieden sich für die unbesiegte Kämpferin aus Serbien (97-93, 97-94), einer wertete das Duell zu Gunsten der Titelverteidigerin (97-95), sodass Stojanovic sich drei Gürtel um ihre Hüften schnüren konnte.

Für Voraberger ist es ein Rückschritt nach ihrem bisher erfolgreichsten Jahr 2014. Nun muss die Wienerin die Niederlage verarbeiten. Nach dem Kampf bedankte sich sich bei den Zuschauern und versprach, dass es einen Rückkampf geben wird.