Boxen

Rückkampf zwischen Canelo und Golovkin am 15. September

Saul "Canelo" Alvarez und Gennady Golovkin (Foto: HoganPhotos/Golden Boy)

Vier Monate nach dem ursprünglich angedachten Termin wird es nun doch zum Rückkampf zwischen Gennady Golovkin und Saul „Canelo“ Alvarez kommen. Die beiden Mittelgewichte einigten sich am vergangenen Mittwoch auf die Kampfbörsen, sodass der Kampf nun kommen kann. Der erste Termin platzte, nachdem Alvarez unter Dopingverdacht stand.

Nach wochenlangen Verhandlungen und sogar einer gesetzten Deadline konnte Oscar de la Hoya am Mittwoch doch noch vermelden: „Wir haben einen Deal.“ Zuvor hatten die Lager der beiden Superstars hartnäckig um jeden Prozentpunkt der Börse verhandelt. Im ersten Aufeinandertreffen hatte Alvarez noch 70% der Einnahmen eingestrichen, Golovkin nur 30%. Für den Rückkampf wurde dem Golovkin-Camp immerhin bereits 42,5% der Einnahmen vorgeschlagen, die zunächst abgelehnt wurde.

Auf welche Verteilung man sich schlussendlich geeinigt hat, wurde nicht bekannt gegeben. Für Fight Fans auch nur sekundär, denn nun steht der Rückkampf. Erneut treffen die beiden in der T-Mobile Arena von Las Vegas aufeinander. Dieses Mal am 15. September, dem mexikanischen Unabhängigkeitstag. Dabei können die beiden Boxer ihr Duell vom vergangenen Jahr fortsetzen.

Damals endete der hochklassige Boxkampf kontrovers unentschieden, insbesondere eine extrem gute Wertung für Alvarez stoß im Nachhinein sauer auf. Ein direkter Rückkampf wurde angesetzt, kam am 5. Mai jedoch nicht zustande, da Alvarez im Vorfeld zwei Mal positiv auf Clenbuterol getestet wurde, ein Mittel, das in seiner mexikanischen Heimat bei der Kälbermast eingesetzt wird.

Der Mexikaner, der in den USA entnommenen Dopingproben keinen positiven Test abgab, sagte den Kampf einen Monat vor Austragung ab und unterwirft sich seitdem dem freiwilligen Testprogramm der Voluntary Anti-Doping Agency VADA. Für Golovkin, der Alvarez in den letzten Monaten des Betrugs beschuldigte, scheinbar ausreichend, um dem Rückkampf zuzustimmen.

Der Kasache setzte sich in der Zwischenzeit in einer einseitigen Pflichtverteidigung gegen Vanes Martirosyan durch, verlor in der vergangenen Woche jedoch seinen IBF-WM-Titel, da er eine Pflichtverteidigung gegen Serhiy Derevianchenko ausschlug.