Boxen

Roy Jones Jr. will gegen Marco Huck ran

Roy Jones Jr. (Foto: U.S. Air Force photo by Staff Sgt. Mike Meares/Creative Commons)

Roy Jones Jr. will es noch einmal wissen und sein Ziel ist ganz klar ein WM-Kampf gegen den deutschen WBO-Weltmeister im Cruisergewicht, Marco Huck.

Altes Eisen rostet nicht, so heißt es. Diesen Spruch muss sich die amerikanische Box-Legende Roy Jones Jr. (61-8, 44 K.o.) wohl gut eingeprägt haben. Denn der „Box-Opa“ denkt im Alter von 46 Jahren noch nicht ans Karriereende. Vielmehr will Jones Jr. im Herbst nach der WBO-Weltmeisterschaft greifen und dafür gegen Marco Huck antreten.

„Was ist tue, ist beschäftigt bleiben“, so Roy Jones Jr. gegenüber ESPN.com. „Marco Huck hat mir zugesagt, dass wir im Herbst gegeneinander kämpfen werden. Ich bin kein junger Kerl mehr und muss dafür richtig austrainiert sein. Falls dieser Kampf kommt, wird es wohl meine letzte große Schlacht werden. Darauf muss ich sehr gut vorbereitet sein.“

Doch bevor der Amerikaner seinen letzten Traum im Boxsport erfüllen kann, muss sich Marco Huck gegen den Polen Krzysztof Glowacki am 14. August in New Jersey durchsetzen.

Roy Jones Jr. hat aber selbst erst einmal einen vollen Terminkalender abzuarbeiten. Im August sind zwei Aufbaukämpfe geplant und im September soll der nächste folgen. Der 46-Jährige sicherte sich 2013 den eher unbekannten WBU-Titel im Cruisergewicht, den er dreimal erfolgreich verteidigen konnte. Zuletzt folgte im März ein Sieg durch T.K.o. gegen Paul Vasquez.

Der Vize-Olympiasieger von 1988 galt in den neunziger Jahren als der beste Boxer aller Zeiten und quasi als unschlagbar. Durch schnelle und technisch hervorragende Aktionen konnte er die Zuschauer begeistern. In seiner Karriere konnte er in vier verschiedenen Gewichtsklassen einige Weltmeisterschaften gewinnen, vom Mittelgewicht bis zum Schwergewicht.

Nichtsdestotrotz machte auch Jones Jr. die biologische Uhr zu schaffen und die ersten deutlichen Niederlagen musste er 2004 gegen Antonio Tarver, Glen Johnson und Joe Calzaghe einstecken, die er zu seiner besten Zeit wohl geschlagen hätte. Die letzte Niederlage kassierte er 2011 gegen den Russen Denis Lebedev durch einen brutalen Knockout in Runde zehn. Seitdem kamen nur noch Aufbaukämpfe gegen Boxer mit weniger nennenswerten Kampfbilanzen.