Boxen

Raubmord: Ex-Weltmeister O'Neil Bell auf offener Straße erschossen

Eine traurige Nachricht erreichte die Boxwelt heute aus Atlanta. O'Neil Bell, ein ehemaliger Weltmeister im Cruisergewicht, wurde Opfer eines Überfalls mit Todesfolge. Der frühere Weltklasseboxer und eine weitere männliche Person wurden von zwei Männern mit Schusswaffen attackiert. Der 40-Jährige O'Neil Bell verstarb an den Schussverletzungen. Das Unglück geschah am frühen Mittwochmorgen amerikanischer Zeit.

„Supernovas“ Leben endete abrupt. Der Boxer aus Atlanta stieg aus einem Bus aus und wurde kurz darauf auf offener Straße von zwei Räubern erschossen und ausgeraubt. Neben Bell wurde ein zweites Opfer neben ihm angeschossen. Die Person wurde mit einer Kugel in der Hüfte ins Krankenhaus gebracht.

Damit endete ein Leben, das eine sehr interessante und erfolgreiche Boxkarriere erzählt hatte auf brutale weise. Die Täter wurden noch nicht gefasst.

Bell wechselte 1998 ins Profilager. 2005 gelang ihm sein großer Durchbruch. Am 20. Mai trat er gegen Dale Brown um den damals vakantierten IBF-Gürtel an und gewann nach Punkten. Ein knappes halbes Jahr später, genauer genommen am 7. Januar 2006, vereinigte er die wichtigsten Gürtel der WBC, WBA und IBF und krönte sich zum Dreifachweltmeister mit einem vorzeitigen Sieg gegen Jean Marc Mormeck.

Zahnprobleme verhinderten eine Titelverteidigung gegen Steve Cunningham, sodass er im März 2007 beim Rückkampf gegen Jean Marc Mormeck nur noch seinen WBC- und WBA-Gürtel aufs Spiel setzen konnte, da ihm in der Zwischenzeit der IBF-Titel abgenommen wurde. Den Rückkampf verlor er nach Punkten. Hiernach traf er auf Tomasz Adamek, gegen den er K.o. ging.

Bell trat zurück, nur um drei Jahre später seine Boxhandschuhe doch wieder anzuziehen. Bei seiner Rückkehr verlor er allerdings vorzeitig gegen Richard Hall. Danach trat der ehemalige Weltmeister nur noch einmal auf und verabschiedete sich mit einem Knockout in Runde eins gegen Rico Cason standesgemäß vom Profiboxen.

Er gab im Boxring immer alles und war gefürchtet für seine harten Hände. Nur dreimal musste „Supernova“ in seiner Karriere über die volle Distanz gehen. Der Jamaikaner hinterlässt eine kleine Tochter.