Boxen

Noch vier Wochen bis zur Box-Champions League

Am 12. November bestreitet das neu gegründete World Series of Boxing-Team „Leipzig Leopards“ seinen ersten Saisonkampf. In der Messe in Halle/Saale wird der erste deutsche Vertreter im innovativen WSB-Format auf die Mexico City Guerreros treffen.

Obendrein wurde vom General Manager der Leopards, Marco Schulze, nun auch der Trainer des Teams bekanntgegeben. Der Bundestrainer des Deutschen Boxsport-Verbandes, Valentin Silaghi, wird als Headcoach für die Leipzig Leopards tätig sein. Silaghi boxte 1980 bei den Olympischen Spielen und trainiert derzeit die deutsche Equipe bei internationalen Wettkämpfen. Der 54-Jährige war maßgeblich für die Zusammenstellung des 20-köpfigen WSB-Kaders mitverantwortlich.

Die Besetzung der Leopards wird in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Der auf dem Veranstaltungsplakat abgebildete, gebürtige Merseburger Kevin Künzel gilt jedoch als gesetzt.

Die World Series of Boxing ist ein innovatives Format des Amateurbox-Weltverbandes AIBA, das es den Sportlern ermöglicht, mit einem Festgehalt internationale Wettkämpfe zu bestreiten – ohne dabei ihr Recht auf die Teilnahme an „klassischen“ Amateurwettkämpfen, wie Weltmeisterschaften oder auch den Olympischen Spielen zu verlieren.

Geboxt wird unter Profibedingungen, d.h. ohne Schutzhelm und Leibchen, sowie in fünf Gewichtsklassen (Bantam-, Leicht-, Mittel, Halbschwer- und Schwergewicht). Die Kampfdistanz beträgt fünf mal drei Minuten.

Derzeit partizipieren Mannschaften aus den USA, Russland, Aserbaidschan, Italien, Frankreich, Mexiko, Südkorea, Indien, Türkei, Kasachstan, China und Deutschland an der WSB. Die zwölf Teams werden in zwei Gruppen aufgeteilt, die Gruppensieger treffen in den Playoffs aufeinander. Die Leopards befinden sich in Gruppe B der kommenden WSB-Saison und werden sich mit Teams aus Mexico City, Peking, Istanbul, Paris und Baku messen.