Boxen

Neuer Lebensretter für Boxer?

Foto: BBC Sport

Es kann das Boxen revolutionieren. Ein kleiner handlicher Scanner soll sicher Kopfverletzungen diagnostizieren. Der Britisch-Irische Boxverband (BIBA) will das Gerät bei einer Veranstaltung Ende des Monats testen. Mit dem Gerät sollen u.a. Hirnblutungen schneller erkannt werden.

Kopfverletzungen im Kampfsport können immer wieder passieren. Erst im November wurde der Deutsche Eduard Gutknecht nach einem Kampf in England aufgrund einer Hirnblutung ins Koma versetzt. Ein neuartiger Scanner soll solche Blutungen oder Blutgerinsel innerhalb von nur drei Minuten erkennen können, indem man den Scanner an den Kopf des Boxers hält.

„Wenn ein Boxer Beschwerden hat, können wir ihn damit schnell untersuchen. Geschwindigkeit ist in solchen Fällen oft das Wichtigste,“ so Gianluca Di Caro, der Vizepräsident der britischen und irischen Boxaufsicht BIBA gegenüber der BBC. Die Anschaffungskosten sollen bei ungefähr 14.000€ liegen. Allerdings gibt es auch Zweifler an der neuen Technik.

Professor Dr. Walter Wagner, der bei über 100 WM-Kämpfen als Ringarzt fungierte, sieht die neue Methode kritisch. In der Bild-Zeitung sagte er: „Wirkliche Sicherheit hat man nur mit einem bildgebenden Verfahren wie der Kernspintomographie, die eine genaue Diagnose zulässt.“

Bereits in knapp zwei Wochen soll das Gerät bei einer Box-Veranstaltung im englischen Bradford im Einsatz sein. Testergebnisse wiesen eine Genauigkeit von 90% auf.