Boxen

Mission erfüllt: Andre Ward gibt Rücktritt bekannt

Andre Ward (Foto: Howard Schatz/Showtime)

Andre Ward hat mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. Der 33-Jährige veröffentlichte auf seiner Internetseite ein Statement, in welchem er seinen Rücktritt bekannt gab. Zu den Höhepunkten seiner Karriere gehören der Gewinn des Super-Six-Turniers im Jahr 2011, Weltmeisterschaften im Super-Mittel- und Halbschwergewicht sowie der Gewinn der Olympischen Goldmedaille im Jahr 2004.

„Mission erfüllt“, so beginnt Andre Wards längeres Statement auf seiner Internetseite. „Lieber Box-Sport, ich liebe dich. Du warst an meiner Seite, seit ich zehn Jahre alt war. Hast mich so viel gelehrt, mich demütig gemacht, mich gefördert. Ich habe viel für dich geopfert, aber du hast mir viel mehr zurückgegeben als ich für möglich hielt. Du gabst mir eine Plattform, machtest mich zum Champion und halfst dabei, meine Familie zu ernähren. Ich werde für immer dankbar sein. Du und ich werden immer synonym sein, an der Hüfte verbunden. Ich danke dir für alle wunderbaren Menschen, mit denen du mich in Verbindung gebracht hast. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden. Nun, da ich mich heute vom Sport des Boxens verabschiede, tue ich das auf dem Gipfel deiner glorreichen Berge. Das war immer meine Vision, mein Traum. Ich habe es geschafft. Wir haben es geschafft.“

Ward bedankte sich anschließend bei allen Menschen, die ihn an diesen Punkt brachten, ohne jedoch Namen zu nennen und gab als Grund für den überraschenden Rücktritt an, dass sein Körper den Belastungen des Sports nicht mehr gewachsen und daher auch sein Verlangen nach dem Kämpfen verschwunden sei. Da er nicht mehr alles für seine Familie, sein Team und seine Fans geben könne, mache eine Fortsetzung seiner Karriere keinen Sinn mehr.

Ward beendet seine Box-Karriere mit einer Profi-Bilanz von 32 Siegen, 16 davon durch Knockout und keiner Niederlage. Ward ist der einzige amerikanische Olympiasieger im Boxen der letzten 20 Jahre. Als Profi gewann er das Super-Six-Turnier gegen Mikkel Kessler, Allan Green, Arthur Abraham und im Finale gegen Carl Froch. Nach zwei Titelverteidigungen und einem Streit mit seinem Promoter Dan Goossen, der ihn das komplette Jahr 2014 kostete, kehrte Ward 2015 mit einem Sieg über Paul Smith in den Ring zurück.

Anschließend wechselte er ins Halbschwergewicht, wo er sich im vergangenen Jahr gegen Alexander Brand ebenfalls zum Weltmeister krönen konnte. Mit zwei kontroversen Siegen gegen Sergey Kovalev, die seinen WBO-Titel mit dem der IBF und dem WBA-Super-Titel vereinigten, verabschiedet sich Ward nun ungeschlagen und als einer der besten Boxer seiner Generation vom aktiven Sport.