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Miguel Cotto vs. Yuri Foreman

Miguel Cotto vs. Yuri Foreman.

Die puerto-ricanische Box-Sensation Miguel Cotto (34-2, 27 KO) bereitet sich derzeit auf seinen nächsten Fight vor. Am 05. Juni wird er im New Yorker Yankees Stadium auf den WBA Superweltergewichtschampion Yuri Foreman (28-0-0, 1 NC, 8 KO) treffen. Er wechselt dafür von seiner eigentlichen Gewichtsklasse, dem Weltergewicht, hoch ins Superweltergewicht. Es wird sich bei der Begegnung um den ersten Kampf seit dem Tod von Cottos Vater Miguel Cotto Sr., im Januar, handeln. Cotto Sr. war nicht nur Trainer, sondern auch persönlicher Berater und enger Vertrauter seines Sohnes.

Zuletzt zeigte der einst so dominante Cotto eher durchwachsene Leistungen. Als er vor zwei Jahren – trotz eingefahrener Siege – immer mehr abzubauen schien, erreichte er im Juli 2008 den Tiefpunkt und verlor gegen Antonio Margarito via TKO in Runde elf. Nachdem er im nächsten Fight gegen Michael Jennings den vakanten WBO Weltergewichtsgurt gewann und diesen vier Monate später umstritten gegen Joshua Clottey verteidigen konnte, verlor er im vergangenen November durch KO in der Zwölften, gegen den derzeit scheinbar unschlagbaren Manny Pacquiao und musste das Gold wieder abgeben.

Der Gewichtsklassenwechsel sollte nach eigenen Angaben Cottos keine größeren Probleme verursachen. Schließlich wechselte er bereits im Jahr 2006 vom Halbwelter- ins Weltergewicht.

Sein Gegner Yuri Foreman hat bereits Erfahrung mit Puerto-Ricanern. Im vergangenen November besiegte er den damaligen Champion Daniel Santos einstimmig nach Punkten und verdiente sich so seinen WBA Superweltergewichtstitel. Damit ist er der erste Israeli, der einen Weltmeistergürtel im Profiboxen erringen konnte. Sollte er außerhalb des Boxrings ähnlich erfolgreich sein, so wird er bald auch der erste Rabbi mit einem Titel im Boxen sein - hierfür studiert er nämlich tatsächlich. Foreman ist bislang in 28 Kämpfen ungeschlagen und ein gefährlicher Gegner für einen Miguel Cotto, der erst noch beweisen muss, dass er seine frühere Klasse noch immer abrufen kann, was man unter anderem auch daran sieht, dass Bezahlsender HBO den Kampf nicht via Pay-Per-View vertreiben wird.