Boxen

Mayweather und McGregor nach USADA-Regeln getestet

Die USADA macht keine Ausnahmen für Mayweather und McGregor.

So abstrus es für manche auch sein mag, dass die Box-Kommission von Nevada einen Box-Debütanten wie Conor McGregor gegen Floyd Mayweather, einen mehrfachen ungeschlagenen Weltmeister antreten lässt, so ernst nimmt die USADA die Angelegenheit. Wie man verlauten ließ, werden beide Athleten auf UFC-Niveau von der USADA unter die Lupe genommen und müssen sich dem strengen Regiment der Anti-Doping-Behörde unterwerfen.

„Herr McGregor ist Teil zweier Anti-Doping-Regularien“, so ein Sprecher der USADA gegenüber MMAFighting.com. „Da er ein aktiver UFC-Kämpfer ist, muss er die Anti-Doping-Politik der UFC erfüllen, gleichzeitig auch die für diesen Box-Kampf verabschiedeten Regeln einhalten. Das Programm ist konsistent mit anderen Vorgehensweisen, die die USADA im Verlauf der Jahre angewendet hat und die die Athleten einem robusten Testverfahren unterziehen.“

Robustes Testen bedeutet laut USADA weiter: „Der primäre Fokus liegt auf dem Testen außerhalb des Wettkampfs. Alle Proben werden von WADA-beglaubigten Laboratorien untersucht und die Regeln stimmen mit dem WADA-Code und der Anti-Doping-Politik der UFC überein. Und wie bei allen Anti-Doping-Programmen wurden die Athleten und ihre Vertreter im Vorfeld über ihre Rechte und Pflichten informiert.“

Das bedeutet, dass Mayweather und McGgregor bis zu ihrem Kampf am 26. August die Anti-Doping-Behörde jederzeit über ihren Aufenthaltsort informieren müssen, um für einen unangekündigten Schnelltest zur Verfügung zu stehen. Sollten sie das nicht tun, kann das als Dopingverstoß gewertet werden, der je nach Schwere sogar zur Suspendierung der Lizenz und damit zu einer Absage des Kampfs führen könnte.

Für McGregor nichts Neues, schließlich wurde er seit Inkrafttreten der neuen Anti-Doping-Politik regelmäßig von der USADA getestet, alleine elf Mal im vergangenen Jahr und bereits fünf Mal in diesem Jahr. Kein Vergleich jedoch mit Floyd Mayweather, der in seinem letzten aktiven Kampfjahr 2015 insgesamt sogar 34 Proben abgab, und derzeit auch mit fünf zu drei abgegebenen Dopingproben im Quervergleich führt.

Wie oft die beiden Kämpfer bis zu ihrem Mega-Duell noch den Becher füllen müssen, ist unbekannt: „Es gibt kein Maximum an durchgeführten Tests und wie in unseren anderen Programmen werden wir auch weiterhin im Vorfeld und während des Wettkampfs robust testen, um damit Abschreckung und Erkennung zu maximieren“, so der Sprecher abschließend.