Boxen

Markus Beyer mit 47 Jahren an Nierenkrebs verstorben

Markus Beyer

Der zweifache Olympia-Teilnehmer und dreifache WBC-Weltmeister im Super-Mittelgewicht Markus Beyer ist tot. Der Boxer aus dem Erzgebirge verstarb am Montag nach kurzer schwerer Krankheit an Nierenkrebs in Berlin.

Markus Beyer machte bereits als DDR-Amateur Karriere, wurde Jugend-, Junioren- und Seniorenmeister, dazu Europameister der Junioren und 1989 Zweiter bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Puerto Rico. Auch für das wiedervereinigte Deutschland feierte Beyer Erfolge, nahm 1992 und 1996 an den olympischen Sommerspielen teil und gewann Bronze bei der Amateur-WM im Jahr 1995. Nach den Spielen von Atlanta wechselte Beyer zu den Profis und begann seine Karriere dort mit 16 Siegen in Folge, bevor er mit seinem 17. Erfolg den Gewinn der WBC-Weltmeisterschaft gegen Richie Woodhall feiern konnte. Als dritter Deutscher überhaupt gelang es ihm, im Ausland Box-Weltmeister zu werden.

Nach einer Titelverteidigung verlor Beyer den Gürtel anschließend an Glenn Catley. 2003 holte er sich den WBC-Titel gegen den Kanadier Eric Lucas zum zweiten, ein Jahr später im Rückkampf gegen den Italiener Cristian Sanavia zum dritten Mal. Zwei Jahre behielt er den Gürtel, verteidigte ihn dabei fünf Mal. Am 14. Oktober 2006 unterlag er dem WBA-Titelträger Mikkel Kessler im Vereinigungskampf durch einen Knockout in der dritten Runde. Zwar kehrte Beyer 2008 noch einmal mit einem Sieg in den Ring zurück, zu einer weiteren WM-Chance für den Rechtsausleger kam es nicht mehr, da er aufgrund mehrerer Verletzungen im Alter von 37 Jahren die aktive Karriere mit einer Bilanz von 35 Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden beenden musste.

In den letzten zehn Jahren zog sich Beyer, den Ulli Wegner als seinen Lieblingssportler bezeichnete, in seine Heimat, das Erzgebirge, zurück, trat noch als Sportexperte in der MDR-Sendung Sport im Osten auf und blieb bis zu seinem Lebensende ein hochgeschätzter Boxer und Mann leiser Töne. Am 3. Dezember 2018 verstarb er im Beisein seiner Eltern im Alter von 47 Jahren in einem Berliner Krankenhaus.