Boxen

Marco Huck vs. Giacobbe Fragomeni

Nächste Titelverteidigung am 02. April in Halle/Westfalen: Huck (l.) vs. Fragomeni.

WBO-Cruisergewichtsweltmeister Marco Huck wird seinen Titel am 02. April gegen den Italiener Giacobbe Fragomeni verteidigen. Dies gab Hucks Promoter Sauerland Event nun offiziell bekannt. Der Kampf wird im Gerry Weber Stadion in Halle/Westfalen stattfinden und wie immer vom Ersten live übertragen.

Marco Huck (31-1-0, 23 KO) stand zuletzt am 18. Dezember letzten Jahres im Ring, wo er seinen Titel umstritten gegen den Russen Denis Lebedev verteidigen konnte. Nach 12 Runden entschieden zwei von drei Punktrichtern für Huck, ein Urteil, dass von Medien und Fans gleichermaßen mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde. Der aufsichtshabende Weltverband WBO kündigte eine Untersuchung an und erklärte umgehend, Lebedev dürfe seinen Status als Pflichtherausforderer behalten. Weitere Ergebnisse der Untersuchung gab es bislang jedoch nicht und eine Pflichtverteidigung Hucks ist zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht erforderlich – Fragomeni ist da eine wilkommene Möglichkeit für den jungen Sauerland-Boxer, aktiv zu bleiben und nach dem schweren Kampf im Dezember neues Selbstvertrauen zu sammeln.

Giacobbe Fragomeni (27-3-1, 11 KO) befindet sich mit 41 Jahren bereits im Spätherbst seiner sportlichen Laufbahn. Erst mit 31 wechselte er ins Profilager, im Oktober 2008 wurde er im Alter von 39 Jahren selbst zum Weltmeister. Er besiegte Rudolf Kraj durch technischen Punktentscheid in der achten Runde und sicherte sich so den damals vakanten WBC Cruisergewichtstitel. Das Gold brachte ihm jedoch kein Glück, im nächsten Kampf gegen Krzysztof Wlodarczyk reichte es ein halbes Jahr später nur zu einem Unentschieden, nach weiteren sechs Monaten verlor er den Gürtel an Zsolt Erdei, der ihn kurz darauf wieder vakantierte. Als er Mai vergangenen Jahres zum zweiten Mal gegen Wlodarczyk ranmusste und so eine weitere Chance auf den Titel bekam, scheiterte er durch TKO in der achten Runde.

Fragomeni gilt als aggressiver Boxer, der ohne Rücksicht auf Verluste nach vorn geht. Sein Kinn ist dabei jedoch nicht das Beste, zwei seiner drei Niederlagen waren Knockouts. Seine eigene KO-Gefährlichkeit ist außerdem gering, die Quote beträgt nur 35 Prozent. Der Italiener ist daher der perfekte Gegner für den Stil von Marko Huck, der den offenen Schlagabtausch liebt, dabei aber selbst ab und an zu offen für Konter ist. Weitere Kämpfe für die Veranstaltung sind bislang nicht bekannt.