Boxen

Marco Huck im Exklusiv-Interview

GroundandPound: Herr Huck, zuerst einmal Herzlichen Glückwunsch! Die GroundandPound-Leser haben Ihr Urteil gefällt. Für sie sind Sie der beste Boxer des Jahres! Ein wenig Stolz?
Marco Huck: Natürlich macht mich das stolz. Ich habe - nicht nur im letzten Jahr - harte Kämpfe gemacht und bin einen steinigen Weg gegangen. Damit habe ich es mir verdient.

Bei einer anderen Wahl zum Boxer des Jahres landeten Sie auf dem dritten Rang. Diese Wahl wird von Experten durchgeführt - unsere nun von Fans. Fühlen Sie sich von den Fachleuten richtig wertgeschätzt?
Bei einer Sportart, die so im Fokus des Interesses steht, ist es normal, dass es ganz viele verschiedene Meinungen gibt. Ich finde zum Beispiel, ich habe gezeigt, dass ich der Beste bin. Aber jeder muss das selbst wissen und sich seine eigene Meinung bilden. Ich sage immer: Man kann mich hassen, man kann mich lieben, aber man kann mich nicht ignorieren.

Mit nun ein wenig Abstand nach Ihrem letzten Kampf, wie sehen Sie den Kampf gegen Lebedew? Für viele hätte das Urteil auch anders ausgehen können.
Das war der erwartete Kampf auf Biegen und Brechen. Es war auf jeden Fall der schwerste Kampf, den ich bisher in meiner Laufbahn bestritten habe. Der Kampf war nicht so leicht zu werten. Aber zwei von drei Punktrichtern sahen mich als Sieger. Beim Fußball ist es manchmal ähnlich, da scheint eine Mannschaft besser zu sein, doch sie trifft das Tor nicht. Am Ende gewinnt dann das andere Team, weil es mehr Tore schießt.

Lebedews Manager hat nun bei der WBO Protest eingereicht. Denken Sie, dass es sich um schlechte Verlierer handelt?
Ich selbst weiß bisher nichts von einem Protest. Vor allem Denis Lebedev selbst gab sich in der Pressekonferenz nach dem Kampf als fairer Verlierer, insofern würde mich das überraschen. Wie heißt es noch? Als Verlierer hat man immer eine Ausrede und als Gewinner immer einen neuen Vorschlag.

Nach einem guten Jahr 2010 - Wie soll es nun in Diesem weitergehen für Sie? Was steht als nächstes an?
Wahrscheinlich steht jetzt irgendwann die nächste Titelverteidigung an. Vielleicht klappt es ja auch noch mit einem Cruisergewichts-Turnier, mich würde das jedenfalls freuen. Aber egal gegen wen ich antreten muss, gegen den werde ich boxen. Für mich ist es aber genauso wichtig, dass ich meine Fans glücklich mache.

Herr Huck, danke für das kurze Interview. Wir wünschen Ihnen für das kommende Jahr weiterhin Erfolg und Gesundheit.
Vielen Dank! Ich wünsche Ihnen und Ihren Leserinnen und Lesern ebenfalls ein großartiges Jahr und möchte mich für die vielen, vielen Stimmen bedanken.