Boxen

Manny Pacquiao: „Schwule sind schlimmer als Tiere!“

Manny Pacquiao (Foto: inboundpass/Flickr)

In seiner Heimat gilt Manny Pacquiao als Volksheld. Vor wenigen Tagen sorgte der Filipino jedoch für massive Negativ-Schlagzeilen, aufgrund homophober Äußerungen. Der mehrfache Boxweltmeister, der in den Philippinen die Präsidentschaftskandidatur anstrebt, wurde daraufhin von seinem Sport-Ausrüster Nike gekündigt.

„Schwule sind schlimmer als Tiere“, so die schockierenden Aussagen des Filipino, der am 9. April zum letzten Mal die Handschuhe überstreifen wird (GNP1.de berichtete).

Der 37-Jährige erklärte seine diskriminierende Haltung in einem Interview mit dem lokalen Sender TV5, als seine Meinung über Homosexualität erfragt wurde: „Tiere sind besser als Menschen in dieser Hinsicht. Seht ihr bei Tieren, dass männliche mit männlichen und weibliche mit weiblichen zusammen sind? Sie kennen den Unterschied zwischen männlich und weiblich. Schwule sind schlimmer als Tiere!“

Die Aussagen sorgten bei Menschenrechtsgruppen und bekannten homosexuellen Persönlichkeiten für eine Welle der Empörung. Zudem gab es ernste Konsequenzen seines Sport- Ausrüsters Nike, der dem philippinischen Box-Star den Vertrag kündigte.

„Wir haben keine Beziehung mehr zu Manny Pacquiao“, so Nike in einer offiziellen Stellungnahme. „Wir empfinden die Kommentare von Manny Pacquiao als abscheulich. Nike verurteilt Diskriminierung jeglicher Art.“

Inzwischen entschuldigte sich der Boxer mit einer Videobotschaft, allerdings nur teilweise. „Es tut mir leid, dass ich Menschen durch den Vergleich von Homosexuellen mit Tieren verletzt habe. Bitte verzeiht mir“, erklärte der „Pac Man“. „Das ändert jedoch nichts an meiner Position bezüglich gleichgeschlechtlicher Ehen. Es war ein Fehler, Menschen mit Tieren zu vergleichen.“