Boxen

Louisville benennt Flughafen nach Muhammad Ali um

Muhammad Ali (li.) (Foto: nostri-imago/Flickr/flickr.com)

Am Donnerstag wäre die Box-Legende Muhammad Ali 77 Jahre alt geworden. Der legendäre Boxer erhält nun posthum von seiner Heimatstadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky eine besondere Ehre. Denn die Stadt, die ansonsten für das weltberühmte „Kentucky Derby“-Pferderennen und als Geburtsort der Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken bekannt ist, benennt nun ihren Flughafen nach dem berühmtesten Sohn der Stadt.

Auf einer Pressekonferenz gab Bürgermeister Greg Fischer bekannt, dass der Flughafen, der derzeit noch als Louisville International Airport gelistet ist, zukünftig auf den Namen Louisville Muhammad Ali International Airport hören wird. „Muhammad Ali gehörte der gesamten Welt, aber er hatte nur eine Heimatstadt und das ist zum Glück die großartige Stadt Louisville“, sagte Fischer auf der Pressekonferenz.

„Muhammad wurde einer der bekanntesten Menschen, der jemals einen Fuß auf die Erde gesetzt hat und hat uns ein Vermächtnis der Menschlichkeit und Athletik hinterlassen, welches Milliarden inspiriert hat. Es ist wichtig, dass wir als Stadt das Vermächtnis des Champs weiter verfechten. Den Flughafen umzubenennen, ist ein wundervoller erster Schritt.“

Die Umbenennung des Flughafens schließt einen mehrjährigen Prozess zur Namensfindung ab, bei dem auch eine Petition zur Umbenennung zu Ehren Alis gestartet wurde. Dessen Witwe freute sich über die Umbenennung und darüber, dass „Besucher aus aller Welt einen weiteren Berührungspunkt mit Muhammad haben und an seine offene und inklusive Natur erinnert werden, die unsere Stadt wiederspiegelt. Muhammad war ein Weltbürger, aber er hat nie die Stadt vergessen, in der er angefangen hat. Es ist ein passender Beleg seines Vermächtnisses.“

Ali wurde am 17. Januar 1942 als Cassius Marcellus Clay in Louisville geboren und lebte den Großteil seiner Jugend im Westteil der Stadt, bevor er als Olympiasieger, mehrfacher Boxweltmeister im Schwergewicht und Friedensaktivist zu weltweitem Ruhm gelangte und vom Internationalen Olympischen Komitee zum Sportler des Jahrhunderts gewählt wurde. Am 3. Juni 2016 starb Ali in einem Krankenhaus in Arizona im Alter von 74 Jahren an einem septischen Schock. Er wurde auf dem Cave Hill Friedhof in seiner Heimstadt beigesetzt.

Die Ironie an der Umbenennung des Flughafens zu Ehren Alis: Er hatte zeitlebens Flugangst.