Boxen

Lebedev zerstört Ramirez

Sicherte sich am gestrigen Abend den IBF-Gürtel: Denis Lebedev (Foto: via BSNEWS)

Die Fans im Khodynka Eispalast von Moskau hatten sich auf einen Schwergewichtskracher gefreut. Am Samstagabend sollte es in der russischen Hauptstadt zum Duell des Lokalmatadoren Alexander Povetkin und dem amerikanischen K.o.-Schläger Deontay Wilder kommen. Der positive Dopingbefund Povetkins verhinderte das Duell. Die Zuschauer in der Millionenmetropole bekamen aber einen unterhaltsamen Boxabend zu sehen, an dessen Spitze es zum Titelvereinigungskampf zwischen Denis Lebedev und Victor Emilo Ramirez kam. Das Duell gewann der von Anfang an überlegene WBA-Superchampion im Cruisergewicht Lebedev, der sich damit auch zum IBF-Weltmeister krönte.

Vor dem Kampf wurde gerätselt. War das Unentschieden zwischen Ramirez und Ovill McKenzie nur ein Ausrutscher des Argentiniers oder befindet er sich in einer schlechten Verfassung? Der gestrige Abend sollte Aufschluss darüber geben. Der 36-jährige Russe übernahm schnell die Kontrolle über den Kampf. Sehr variabel und flink gelang es ihm mehrfach Nadelstiche bei seinem Kontrahenten zu setzen, der dagegen kein Mittel fand. Ramirez versuchte vereinzelt, Lebedev zu treffen, schlug aber meist ins Leere, da seine Angriffe leicht auszurechnen waren.

In der zweiten Runde gelangen dem WBA-Weltmeister mehrere Wirkungstreffer, dabei wirkte vor allem der Aufwärtshaken als brutale Waffe. Mit diesem gelang dem Russen auch der erste Niederschlag. Das ungleiche Duell wurde noch einmal freigegeben, doch nur für kurze Zeit. Der 36-jährige Lokalmatador hatte Blut gerochen und deckte seinen Gegner mit Schlägen ein, sodass dem Ringrichter nichts anderes übrig blieb, als den Kampf abzubrechen.

Neuer Weltmeister der IBF ist damit Denis Lebedev, der eindrucksvoll zeigte, dass er zu den besten Cruisergewichtlern der Welt zählt. Für seinen jüngeren Kontrahenten Ramirez scheint dagegen die Zeit in der Weltspitze vorbei zu sein.