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Kretschmann gibt auf

Promoter Ahmet Öner (Hintergrund) ist fassunglos und beschimpft Schützling Steffen Kretschmann nach dem Kampf.

Es sollte der Kampf seines Lebens werden. Über vier Wochen promotete man den Rückkampf zwischen Steffen Kretschmann und Denis Bakhtov sogar in einer Dokumentationsreihe auf Sat.1. Am Ende wurde es jedoch der Todesstoß für die Boxkarriere des Hallensers. Ein mehr als ungewöhnliches Ende eines Kampfes - und eines Traums.

Der Schützling des Boxpromoters Ahmet Öner schien den Kampf zunächst zu bestimmen, konnte den kleineren Bakhtov mit langen Händen auf Distanz halten. Doch Bakhtov schien sich schnell auf die Strategie Kretschmanns einzustellen, wurde zunehmend stärker und traf mit schweren Händen. Nach einem Leberhaken in Runde fünf musste der Hallenser erstmals zu Boden.Kretschmann verließ der Mut. Bis in Runde neun schließlich das Unglaubliche passierte: Der deutsche Schwergewichtler drehte sich mitten im Schlagabtausch weg und signalisierte, dass er er abbrechen möchte. Bakhtov landete noch einen Treffer, denn der Referee ging nicht dazwischen. Kretschmann schleppte sich in seine Ecke.

Der Ringrichter wollte Bakhtov daraufhin auf Grund unerlaubten Nachschlagens disqualifizieren. Doch selbst Kretschmanns Promoter Öner widersprach ihm und so wurde Bakhtov zum Sieger durch TKO erklärt.

Ein kurioses Ende eines Kampfes, der auf seine Art in die Annalen der Boxgeschichte eingehen wird. Kretschmanns Traum von der großen Boxkarriere ist nun ausgeträumt. Welche der, vor dem Kampf groß verkündeten, beiden Optionen "Klitschko oder Hartz IV" den Boxer nun erwartet sollte klar sein.