Boxen

Krasniqi-Comeback geplatzt

Der „Rottweiler“ sagt Kampf gegen Jonathon Banks ab.

Es sollte ein großes Comeback werden: „Rottweiler“ Luan Krasniqi wollte es noch einmal wissen und am kommenden Samstag in Ludwigsburg gegen den US-Amerikaner Jonathon Banks in den Ring steigen. Seit 2008 hatte er nicht mehr geboxt.

Nun sagte Krasniqi den Kampf jedoch ab. Grund: eine Nasenneben- und Stirnhöhlen-Vereiterung. Zum Ende der Sparringsphase fing er sich nach eigener Aussage einen Virus ein und bekam Fieber. Er nimmt mittlerweile ein Antiobiotikum.

"Ich bin total enttäuscht und kann es noch gar nicht fassen. Es tut mir besonders für meine Fans leid, aber ein Kampf am nächsten Wochenende ist nicht möglich", so Krasniqi. Von Banks gibt es bislang keinen Kommentar. Ob der Kampf nachgeholt wird ist zur Stunde noch nicht klar.

Luan Krasniqi (30-4-1, 14 KO) gelangte in Deutschland zu größerer Bekanntheit, als er 2005 gegen WBO Schwergewichtsweltmeister Lamon Brewster boxte. Krasniqi dominierte weite Strecken des Kampfes und stand kurz vor dem Gewinn des großen Goldes, musste nach Treffern von Brewster aber in den Runden acht und neun jeweils einmal auf die Bretter. In Runde neun brach der Ringrichter den Kampf ab – Brewster lag auf allen Punktzetteln hinten. Als Krasniqi 2007 gegen Tony Thompson und 2008 gegen Alexander Dimitrenko ebenfalls vorzeitig verlor, beendete der gebürtige Kosovo-Albaner seine aktive Karriere.

Jonathon Banks (25-1-1, 17 KO) ist der aktuelle NABF Schwergewichtschampion, er gewann den vakanten Titel im vergangenen März in einem Kampf gegen Travis Walker (der deutschen Fans aus seinem letzten Kampf gegen Ruslan Chagaev bekannt sein dürfte). Er verteidigte den Gürtel seitdem zweimal. Banks ist ein sehr solider Boxer, seine einzige Niederlage kam 2009 in einem IBF Cruisergewichtstitelkampf gegen Tomasz Adamek.