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Kommentar: Vazquez vs. Marquez IV

Ziehen zum vierten Mal in die Schlacht: Israel Vazquez und Rafael Marquez.

Am kommenden Samstag wird auf dem amerikanischen Bezahlfernsehnetzwerk Showtime der vierte Fight zweier Boxlegenden über die Schirme flimmern: Israel Vazquez vs. Rafael Marquez IV. Was vor über drei Jahren begann, soll nun sein Ende finden. Doch wieso eigentlich?

Die ersten drei Fights der beiden waren legendär. Das Kämpferherz, die Schnelligkeit, die Power und Technik der zwei Boxer waren unglaublich unterhaltsam. Vazquez musste sich im ersten Aufeinandertreffen, im März 2007, in der siebten Runde geschlagen geben. Dafür rächte er sich ein knappes halbes Jahr später, indem er Marquez im Rückkampf schon in Runde sechs via TKO abfertigte. Der dritte Fight, im März 2008, war eine Wahnsinns-Schlacht, aus der Vazquez als knapper Punktsieger hervorging. Beide Boxer ließen in diesem Krieg eine Menge Substanz, schenkten sich nichts und verloren beide eine Menge.

Nun die vierte Begegnung. Aus den letzten Kämpfen der beiden wurde ersichtlich, dass sie das Format von vor zwei Jahren mittlerweile vermissen lassen. Beide boxten gewöhnlich, mittelmäßig, schlagbar. Marquez kämpfte lediglich ein einziges Mal im vergangenen Jahr, und besiegte einen unterirdischen Jose Francisco Mendoza in Mexiko via TKO in Runde drei. Ein vorzeitiger Sieg, doch von der früheren Explosivität war nichts zu sehen. Auch Vasquez kämpfte seit dem dritten Aufeinandertreffen der Beiden erst einmal, im Oktober vergangenen Jahres. Er knockte Angel Antonio Priolo in der Neunten aus, ein Gegner, für den er in Höchstform keine drei Runden gebraucht hätte.

Sein rechtes Auge ist zudem in schlechter Verfassung, mehrfach ließ er sich bereits dort operieren. Für die Gesundheit beider Boxer ist eine vierte Schlacht sicher nicht sinnvoll – um nicht zu sagen gefährlich. Für Fans könnte das Ganze jedoch eventuell noch einmal interessant werden. Auch wenn eine Wiederholung der Klassiker I-III sicher unrealistisch bleibt.