Boxen

Koelling und Zeuge mit Chancen auf die Junioren-WM

Enrico Kölling (Foto: SE)

Die beiden deutschen Talente aus dem Sauerland-Boxstall, Enrico Koelling (11-0, 3 K.o.) und Tyron Zeuge (11-0, 6 K.o.), werden am 25. Januar in Stuttgart ihre erste Chance bekommen, um einen Titel zu boxen.

Der Olympiateilnehmer von 2012, Enrico Koelling, wird im Halbschwergewicht um den WBO-Youth-Gürtel kämpfen; dabei wird er auf den Usbeken Ravshan Djabbarov (11-5, 5 K.o.) treffen. Zuletzt konnte der 23-jährige Berliner gegen den Aufbaugegner Tomas Adamek klar nach Punkten gewinnen.

Tyron Zeuge hingegen wird sich eine Gewichtsklasse unter ihm, im Supermittelgewicht, um den WBO-Youth-Weltmeistertitel duellieren. Der ehemalige Junioren-Europameister ist mit deutlich mehr K.o-Power gesegnet als sein Trainingspartner Koelling. Zuletzt zeigte es der Schützling von Karsten Röwer, indem er den Italiener Alessio Furlan durch T.K.o in der fünften Runde bezwang. Sein Gegner beim wichtigsten Gefecht seiner Profikarriere wird der noch ungeschlagene George Beroshvili (10-0-2, 4 K.o.) sein.

Beide Berliner äußerten sich zu ihren Aufgaben. „Klar sage ich mir, dass es ein Kampf wie jeder andere wird. Trotzdem hat man im Hinterkopf, dass es jetzt um einen Gürtel geht. Da steigt nicht nur die Motivation, sondern auch die Aufregung. Ich sehe das aber alles positiv“, meinte Kölling.

„Sicherlich ist die erste Titelchance etwas Besonderes. Doch im Endeffekt wäre ich bei einem Sieg am 25. Januar immer noch nicht am Ziel meiner Träume: der Weltmeisterschaft bei den Herren. Für mich ist es jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung“, gibt sich sein Stallkollege Zeuge kämpferisch.

Trainer Röwer sieht den Duellen gespannt aber selbstbewusst entgegen. Laut seiner Aussage ist es das Wichtigste, dass die Berliner locker in den Kampf gegen. Dem weiteren Verlauf der Karrieren seiner Schützlinge sieht er gelassen entgegen und gab folgendes zu Protokoll: „Hauptsache, die Jungs verlieren ihre Unbekümmertheit nicht. Genug Reserven, um es nach ganz oben zu schaffen, haben Enrico und Tyron allemal.“