Boxen

Klitschko-Gegner Anthony Joshua: „Ohne Boxen würde ich bestimmt im Knast sitzen“

Noch wenige Tage bis zum heißerwarteten Duell zwischen Anthony Joshua und Wladimir Klitschko. Joshua - seines Zeichens Olympiasieger und mit 18 K.o.-Siegen in Folge einer der gefürchtetsten Schwergewichtler der Welt - sprach nun über seine Vergangenheit, die einige dunkle Kapitel enthält.

Anthony Joshua (18-0, 18 K.o.) gilt als Saubermann, ist als freundlicher Familienmensch bekannt, der noch bei seiner Mutter wohnt. In der Vergangenheit lief bei dem IBF-Champion aber nicht immer alles rund. 

„Ohne Boxen würde ich bestimmt im Knast sitzen“, so Anthony Joshua gegenüber der englischen Zeitschrift The Sun. „Der Sport hat mein Leben gerettet.“

Der in der englischen Kleinstadt Watford lebende Boxer wurde 2009 unter anderem wegen Körperverletzung verhaftet. Vor Gericht wurde über eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren verhandelt, am Ende musste der 1,98 Meter große Schwergewichtler aber nicht hinter Gitter. Joshua musste stattdessen ein Jahr lang eine elektronische Fußfessel tragen und durfte nachts sein Zuhause nicht verlassen. Im Jahr 2011 wurde „AJ“ von der Polizei mit circa 225 Gramm Cannabis erwischt. Das brachte ihm eine Suspendierung vom englischen Nationalkader und 100 Sozialstunden ein.

Der Brite mit nigerianische Wurzeln blieb dem Boxen aber treu, wurde immer erfolgreicher. Die große Sensation gelang ihm 2012 als er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London gewann. 2013 wechselte der Olympiasieger schließlich ins Profilager und unterschrieb beim großen Promoter Matchroom. Im letzten Jahr konnte er sich nach gerade einmal 15 Kämpfen seinen ersten Weltmeistertitel bei den Profis sichern. Nun steht er gegen Wladimir Klitschko im größten Kampf seiner Profi-Karriere. 

Joshua vs. Klitschko findet am kommenden Samstag im Wembley Stadion von London statt. Über 80.000 Zuschauer werden den Kampf im Stadion live mitverfolgen. In Deutschland wird die Begegnung ab 22.00 Uhr auf RTL live übertragen.