Boxen

Kimbo Slice erneut erfolgreich

Kimbo Slice holt mächtig aus. (Foto: Richard Wolowicz/Getty Images)

Am vergangenen Wochenende gelang dem früheren Straßenschläger und MMA-Veteranen Kevin Ferguson (6-0, 5 K.o.) erneut ein vorzeitiger Sieg in seiner jungen Profiboxkarriere. Der sechste Erfolg in Folge sorgte für Aufsehen, denn „Kimbo“ bleibt damit ungeschlagen, mit dem fünften K.o. im umseilten Viereck.

Im "Buffalo Run Casino", in Miami, traf der 38-Jährige, der durch Youtube-Videos berühmt wurde, auf den optisch wenig athletischen Howard Jones (5-5, 5 K.o.). Der 40 Jahre alte Amerikaner, den sarkastische Fans mit dem Spitznamen ‘Canny „The Can" McCann‘ titulieren, machte diesem hierbei alle Ehre. Die scheinbar schon rostige „Konservenbüchse“ (Engl. „The Can“) war keine Gefahr für Ferguson, denn bereits in der ersten Runde war Schluss mit Lustig für Jones.

Nach den ersten Sekunden brachte Ferguson seinen Kontrahenten das erste Mal zu Boden. Mit einem Leberhaken schickte er Jones auf den Hosenboden. Dieser wurde angezählt, kam wieder auf die Beine, jedoch nur für kurze Zeit, denn nach 57 Sekunden der ersten Runde war bereits alles vorbei.
Ferguson traf erneut, diesmal mit einem wuchtigen Aufwärtshaken, dem schon Jesse Porter und Brian Green in diesem Jahr zum Opfer fielen.

Ferguson fuhr damit seinen dritten vorzeitigen K.o.-Sieg in diesem Jahr ein und verbesserte seine makellose Kampfbilanz auf 6-0 (5 K.o.). Der Kampf ist via Youtube HIER zu finden.

Die Frage die sich Experten nun stellen ist, wie es für Ferguson weitergeht.
Wird der Amerikaner einen Gegner bekommen, der zur Abwechslung eine positive Kampfbilanz besitzt, damit dieser seinen argen Kritikern beweisen kann, dass er im Profiboxen Fuß fassen kann?

Über das bisherige Gegnerniveau lässt sich streiten, ebenso über die Kondition des Straßenschlägers, der bislang nur einmalig über die volle Distanz gehen musste, die bei ihm derzeit bei vier Runden liegt.

Man darf gespannt sein welchen Namen „Kimbo“ in Zukunft als nächstes vor die Fäuste bekommt. Bis dahin darf er sich, wie in frühen Youtube-Zeiten, „unbesiegt“ nennen.