Boxen

Jürgen Brähmer will sich ins WBSS-Finale klagen

Jürgen Brähmer (Foto: GNP1TV)

Schafft es Jürgen Brähmer doch noch ins Finale der World Boxing Super Series und damit in den Kampf um die Ali Trophy? Der Schweriner will, nachdem er das Halbfinale gegen Callum Smith absagte, über den Rechtsweg ins Finale kommen.

Wenn es sportlich nicht klappt, geht es vielleicht am grünen Tisch ins Finale der World Boxing Super Series für Jürgen Brähmer. Wie der frühere Weltmeister zitiert wird, hat er "bereits [seinen] Anwalt in die Spur geschickt". Brähmers Angriffspunkt: Finalist George Groves kuriert eine gegen Chris Eubank Jr. erlittene Schulterverletzung aus und hat bei der WBSS den Antrag auf eine Verschiebung gestellt. Brähmer pocht darauf, dass er sein ausgefallenes Halbfinale hätte bestreiten können, wenn man ihm einen späteren Termin zugestanden hätte.

Der 39-Jährige boxte sich im vergangenen Herbst gegen Rob Brant ins Halbfinale der millionenschweren Ali Trophy. In diesem hätte er am 24. Februar in Nürnberg auf Callum Smith treffen sollen. Brähmer sagte seine Teilnahme jedoch am Dienstag vor dem Kampf ab und begründete dies mit einem schweren Infekt, mit dem er „seit Tagen flach liege“. Dieser hielt ihn jedoch nicht davon ab, drei Tage vor der Absage noch ein Bundesligaheimspiel des Hamburger SV zu besuchen.

An seiner Stelle sprang der Niederländer Nieky Holzken, ein früherer Kickbox-Champion bei Glory, ein und unterlag Smith nach Punkten. Nun will Brähmer den Smith-Kampf nachholen, am besten im Finale um die Ali Trophy der WBSS.