Boxen

In guter Gesellschaft

Mike Tyson schafft es in die Hall of Fame. Und mit ihm Chavez, Tszyu und – Silvester Stallone.

Fünf Jahre müssen die Handschuhe eines Berufsboxers bereits am Nagel hängen, bevor er in die Internationale Hall of Fame des Boxens (IBHoF) aufgenommen werden kann. Für einige hochkarätige Namen war es in diesem Jahr soweit, darunter einer der besten und kontroversesten Faustkämpfer aller Zeiten: “Iron” Mike Tyson.

Er wurde am gestrigen Dienstag gemeinsam mit einigen anderen weltbekannten Namen für die "klasse von 2011" benannt. Die offizielle Einmführungszeremonie findet im Juni nächsten Jahres statt. Zwei weitere Größen des Sports, die dann in der Hall of Fame verewigt werden, sind Julio Cesar Chavez und Kostya Tszyu. Zu den weiteren Ehrenträgern gehören das frühere Bantamgewicht Memphis Pal Moore, der “erste” Weltmeister im Halbschwergewicht Jack Root, der damalige Weltergewichtler Dave Shade und John Gully, ein Bareknuckle-Champion aus dem 19. Jahrhundert.

Traditionell werden jedes Jahr auch Personen in die Hall of Fame eingeführt, die selbst keine aktiven Boxer waren, aber in irgend einer anderen Weise mit dem Boxsport verknüpft sind. In der "Class of 2011" sind dies der Erfolgstrainer Nacho Beristain, Promoter A. F. Bettinson, Box-Kommentator Harry Carpenter, Ringrichter Joe Cortez und überraschenderweise: Sylvester Stallone. Dies stieß bei Fans und Experten nicht nur auf Zustimmung. Zwar begründete Stallone die Rocky-Saga, war in die Contender-Reality Show involviert und versuchte, auch sonst ein Botschafter des Sport zu sein – eine direkte Aufgabe im Profisport hatte er jedoch nicht.