Boxen

"Ich will siegen um jeden Preis."

Eva "Golden Baby" Voraberger. (Foto: Voraberger via Facebook)

GroundandPound bringt Euch exklusive News zum Frauenboxen. Österreichs Ausnahmetalent Eva „Golden Baby“ Voraberger (9-2) steigt wieder in den Ring. Nachdem die 21-Jährige zuletzt Erfahrung im Kickboxen gesammelt hat, kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück: dem Boxen.

Die erfolgreichste Profi-Boxerin ihres Landes wird ihre nächste Begegnung nicht, wie vor wenigen Tagen bei uns im GnP-TV Interview zur Mix Fight Night II angekündigt, in München bestreiten. Heute sprach die 21-jährige Grazerin mit GroundandPound und teilte eine Abweichung des ursprünglich in Bayern geplanten Duells mit.

„Der Plan hat sich geändert“, so Voraberger. „München ist abgesagt. Ich werde stattdessen in der Slowakei antreten.“

In einem Duell im Fliegengewicht (bis 51,5 Kilo) wird das „Golden Baby“ am 11. Februar dieses Jahres im slowakischen Sturovo auf die sehr erfahrene Klaudia Ferenci (1-18-3-1) treffen. Die Kontrahentin mag auf dem Papier zwar keine starke Bilanz besitzen, jedoch werden die jahrelange Ringpraxis und das Heimpublikum eine entscheidende Rolle spielen. Ferenci stand bereits gegen Deutschlands Nadia Raoui (13-1-1) im Ring, unterlag dort durch TKO, konnte jedoch daraufhin einen Sieg gegen Simona Pencakova aus der Slowakei herausarbeiten.

(Foto: Voraberger via FB)

Voraberger wird sich in einem Kampf über 6 x 2 Minuten mit der internationalen Konkurrenz messen.

„Ich würde schon gerne über die volle Distanz gehen“, erzählte mir Voraberger. „Allein der Erfahrung wegen. Trotzdem wäre mir ein KO auch Recht. Ich will siegen, um jeden Preis.“

Die ehrgeizige Österreicherin konnte bereits sechs ihrer neun Kämpfe durch KO beenden und besitzt eine (T)KO Quote von über 54 Prozent. Ihr letzter Kampf, den sie durch TKO in Runde zwei gegen Ivett Csuka gewann, fand im Oktober des letzten Jahres statt.

Zudem engagiert sich die Boxerin außerhalb des Rings für sozial schwache Problemkinder. Mit Thai- und Kickboxweltmeister Fadi Merza stellte sie das Projekt "Cream the Box Club" auf die Beine, ein Anti-Aggressions-Trainingskurs, der durch praktische und körperliche Übungen der Vorbeugung bzw. dem Abbau aggressiver Verhaltensweisen im Alltag dient.

„Das Boxen kann wie eine Art Therapie wirken, man hat sich und seine Aggression besser unter Kontrolle und kann seine überschüssige Energie fokussieren", erklärt Merza im Interview unserer Kollegen von Heute.at.

Neben Voraberger wird der ungarische Profiboxer László Toth im gleichen Event am 11. Februar in der Slowakei antreten.