Boxen

"Ich werde ihn töten!"

Tumult bei der Pressekonferenz zu Marco Huck vs. Hugo Hernan Garay. Foto via Team Sauerland.

Am kommenden Samstag verteidigt World Boxing Organization-Cruisergewichtsweltmeister Marco Huck seinen Gürtel im Münchner Olympia-Eisstadion gegen den Argentinier Hugo Hernan Garay. Nun flogen schon im Vorfeld des Kampfes ordentlich die Fetzen.

Schon beim offiziellen Pressetraining zeigte sich der Herausforderer bissig. „Ich werde ihn töten“, versicherte Hugo Hernan Garay (34-5, 18 KO) den anwesenden Journalisten und meinte damit den Champion Huck, der sich von der Drohung jedoch kaum beeindrucken ließ.

Bei der Eröffnungspressekonferenz am Mittwoch gingen die Tiraden des Argentiniers weiter. So erklärte er den Reportern und Hucks Team, er könne sich alles erlauben, „weil ich das notwendige Selbstvertrauen, die Eier dazu habe“.

Marco Huck (32-1, 23 KO) konterte gelassen: „Noch lacht er, aber am Samstag wird er weinen. Sein Verhalten ist unglaublich. Dass jemand Journalisten und meine Teamkollegen beschimpft, wird Konsequenzen haben. Dafür werde ich ihn am Samstag im Ring bestrafen.“

Zum obligatorischen Fotoshooting, Auge in Auge, kam es nicht. Als beide Boxer sich zum ersten Mal gegenübertraten, hielt Garay seine Faust provokant an das Kinn Hucks und deutete einen Kuss an – die Situation eskalierte und beide Boxer mussten getrennt werden, was nur mit Mühe gelang. Garay beruhigte sich nicht, drohte Huck „den Hals abzuschneiden“.

Der antwortete: „Samstag werde ich ihm eine ordentliche Abreibung verpassen. Ich kann es kaum erwarten. Er wird um Gnade betteln.“

Szenen, wie man sie sonst nur von showlastigen Pressekonferenzen US-amerikanischer Boxkämpfe kennt. Sauerland Event-Patriarch Wilfried Sauerland: „Ich bin ja schon lange dabei, aber so ein skandalöses Verhalten habe ich noch nie erlebt.“