Boxen

Huck vs. Arslan II wird nachgeholt

Neuer Termin für geplatzten Fight im Dezember oder Januar. (Foto: Photo Wende/Sauerland Event)

Es war der Box-Schocker des Wochenendes: Der für kommenden Samstag geplante WM-Rückkampf zwischen WBO-Champion Marco Huck und Firat Arslan muss wegen einer Verletzung Hucks ausfallen (GnP berichtete). Nun versicherte Promoter Sauerland: Der Kampf wird nachgeholt!

„Die Euphorie für den Kampf Huck vs. Arslan II war und ist riesengroß. Daher haben wir uns in Absprache mit allen Beteiligten dafür entschieden, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt - nach Möglichkeit in Stuttgart - nachzuholen“, so Sauerland Event-Geschäftsführer Chris Meyer. „Derzeit wird geprüft, welche Termine in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle und gleichzeitig bei unserem TV-Partner, der ARD, zur Verfügung stehen. In wenigen Tagen werden wir das genaue Datum verkünden.“

Am Sonntag gab Sauerland bekannt, dass Huck (36-2-1, 25 K.o.) sich im letzten Sparring vor dem Kampf einen Haarriss im linken Ellenbogen zugezogen hatte und für kommenden Samstag nicht fit sein würde. Eine Enttäuschung für die Fans, den Herausforderer Arslan und wohl nicht zuletzt auch für Huck selbst, der im aktuellen Groundandpound Magazin noch markig tönte:

„Ich bin eben ein Kämpfer. [...] Es war in meinem Interesse, dass dieser Rückkampf zustande kommt!“ Arslan solle sich bei ihm „bedanken, dass er überhaupt noch einen Kampf gegen mich gekriegt hat. Nicht jeder hat die Chance gegen mich zu kämpfen und ich habe ihm diese Chance sofort gegeben." Das mache schließlich nicht jeder.

„Marco Huck muss jetzt erst einmal seine Verletzung auskurieren und danach wieder komplett neu in die Vorbereitung einsteigen“, erklärt Meyer, hält einen Nachholtermin im Dezember oder Januar für realistisch.

Während sich Herausforderer Firat Arslan (33-6-2, 21 K.o.) am Sonntag noch bedeckt hielt, äußerte nun auch er sich zur Situation: „Zunächst einmal möchte ich Marco meine Genesungswünsche übermitteln. Auch ich habe natürlich wochenlang für den Kampf trainiert und bin zutiefst enttäuscht, dass er erst einmal nicht stattfinden kann. Doch solche Dinge können während einer harten und langen Vorbereitung passieren.“

Im vergangenen November standen sich Huck und Arslan schon einmal im Ring gegenüber, Huck gewann damals umstritten nach Punkten. Seitdem forderte Arslan einen Rückkampf, im aktuellen Groundandpound Magazin erklärte er: „Ich habe 19 Jahre gewartet, bis ich mir meinen Traum verwirklicht habe und Weltmeister geworden bin. Ich habe Zeit und Geduld.“

Darin wird er sich nun üben müssen.

„Dann werde ich meine Chance eben später bekommen“, so Arslan in der Pressemitteilung. „Ich glaube fest daran, dass ich Marco Huck den WM-Titel abnehmen kann.“

Die Box-Veranstaltung in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer Halle wird am kommenden Samstag aufgrund des ausgefallenen Hauptkampfs komplett abgesagt. Marcos Nader hätte im Co-Hauptkampf seinen EU-Titel verteidigen sollen.