Boxen

Huck krönt sich gegen Afolabi zum IBO-Weltmeister

Marco Huck krönte sich auf der als „Huck Reloaded“ getauften Boxveranstaltung in Halle erneut zum Box-Weltmeister. Vor heimischen Fans im Gerry-Weber-Stadion entthronte „Käpt'n Huck“ seinen englischen Kontrahenten Ola Afolabi und sicherte sich die Weltmeisterschaft im Cruisergewicht nach Version der IBO.

Ola Afolabi ist ein Gegner, der Marco Huck liegt. Dies war nicht erst seit diesem Kampf bekannt, denn beide Athleten standen sich am 27. Februar zum inzwischen vierten Mal gegenüber (GNP1.de berichtete). Dreimal konnte der Brite den Deutschen nicht bezwingen – ebensowenig am Samstagabend in Halle (Westfalen). Der in Serbien geborene Bielefelder gewann die Begegnung durch technischen K.o. nach der zehnten Runde.

Der offensive Kampfstil beider Boxer sorgte für viel Action. Beide standen mitunter ohne Deckung da und mussten als Resultat im Stile von „Rocky“ harte Hände nehmen. Zudem wurde viel geschoben und geklammert und wenig diszipliniert geboxt. Einen Punkabzug gab es bei Huck zu vermelden, der nach dem Ringgong der 9. Runde noch eifrig nachschlug.

Im teilweise sehr wilden Boxkampf war jedoch ein Treffer am linken Auge kampfentscheidend. Der britische Champion trug durch den gezielten Fausthieb eine Schwellung davon und kassierte im weiteren Verlauf des Duells harte Treffer von Huck. Ab Runde sieben wirkte Afolabi auf dem linken Auge fast blind, die sich die Schwellung verschlimmerte, so dass der Ringarzt gefordert war.

Nach der zehnten Runde brach der Ringrichter den Kampf auf Anraten des Ringarztesnicht schließlich ab. Afolabi konnte aufgrund der zu starken Schwellung nicht zum elften Durchgang antreten. 

Nach dem Kampf zeigte sich der Brite als fairer Verlierer und gratulierte Huck. „Ich konnte seine Rechte nicht mehr kommen sehen“, erklärte Afolabi nach der Begegnung und war mit dem Kampfabbruch einverstanden. „Etwas wirklich Schlimmes hätte passieren können.“

Als nächstes sei eine Revanche gegen Krzysztof Glowacki anvisiert, verriet Hucks Manager Kenan Hukic. Gegen den Polen verlor Huck im August 2015 seinen WBO-Titel in den USA (GNP1.de berichtete).