Boxen

GNP1 Awards 2016: Boxerin des Jahres

Raja Amasheh hat eine Nachfolgerin. Nachdem sich 2015 die Karlsruherin den prestigeträchtigen Award für die beste Boxerin des Jahres sichern konnte, gelang dies 2016 der Dortmunderin Christina Hammer, die sich die Verleihung mit einem überzeugenden Comeback, einem Promoterwechsel und zwei klaren Siegen verdiente.

2014 und 2015 waren rätselhafte Jahre in der Karriere der Mittelgewichtlerin. Bis dahin galt die gebürtige Kasachin als unschlagbar in ihrer Gewichtsklasse. Aber Anne Sophie Mathis und Kali Reis ließen Risse im Selbstverständnis der 26-Jährigen aufbrechen. Weiterhin sorgte der Promoter SES nicht für Gegner, wodurch Hammer über ein Jahr von der Bildfläche verschwand, jedenfalls in ihrer Sportart. In der Zwischenzeit war die junge Frau, mit dem Gardemaß von 1,80 m, als Model ein gern gesehener Gast.

Der Wille im Seilgeviert ihr Können wieder unter Beweis zu stellen, war aber größer und so schloss sich die WBO- und WBC-Weltmeisterin Alexander Petkovic und seiner Boxpromotion an. In ihrem Comeback-Duell nach 14 Monaten Pause bezwang sie Aufbaugegnerin Melinda Lazar vorzeitig. Am 5. November dann traf sie erneut auf Kali Reis. Die hatte sie 2015 zwar bezwungen, musste allerdings in der letzten Runde auf den Boden. Beim Rückkampf war es die Dortmunderin, die das Gefecht dominierte und sich am Ende einen ungefährdeten Punktsieg sicherte. Damit behielt sie nicht nur ihren WBO-Gürtel im Mittelgewicht, sondern sicherte sich auch den WBC-Titel.

Für die junge Dortmunderin war es der perfekte Abschluss, eines perfekten Jahres. Anfang 2016 hatten wenige mit dieser Rückkehr gerechnet. Doch der Wechsel, weg aus dem gewohnten Umfeld, hin zu Petko´s LMS Boxpromotion tat ihr gut. Christina Hammer ist wieder da wo sie 2014 stand, an der Spitze ihrer Gewichtsklasse und an der Spitze des deutschen Frauenboxens. Damit verdient sie sich den GNP1 Award als beste Boxerin des Jahres 2016.