Boxen

„Gemeinsam ringen für Yvonne“

Foto: DKMS

In einem sportlichen Wettkampf kann man bestehen ohne viele Blessuren. Selbst bei Grappling, Boxen oder MMA heißt eine mögliche Niederlage körperlich in der Regel nichts! Doch im richtigen Leben kann eine Niederlage tödlich sein. Die 41-jährige Yvonne Brune lebt seit rund zwei Jahren in Witten. Sie bekam die niederschmetternde Diagnose: Non-Hodgkin-Lymphom! Der KSV Witten 07 hat deshalb am Samstag, den 24. August zur Typisierung aufgerufen. Denn nur eine fremde Stammzelle eines Spenders kann ihr Leben retten. Der soll nun gefunden werden, in einer großen Typisierungsaktion. Von 12 bis 18 Uhr in der Trainingsanlage der Mannesmann-Halle (Mannesmannstr. in Witten/vor der Wittener Werkstatt). Wichtig dabei für die Betroffene selbst, den KSV und die DKMS: Yvonne kann geholfen werden – aber auch vielen anderen Erkrankten, die weltweit auf passende Stammzellen warten! Aber: Nur die fremde Stammzelle eines Spenders kann das Leben von Yvonne retten! 

Das Non-Hodgkin-Lymphom NHL, ist eine schwere und tödlich verlaufende Erkrankung des blutbildenden Systems. Deshalb ist eine Ermittlung so enorm wichtig! Während sonst in den Räumlichkeiten des KSV Witten 07 der Ringsport ausgeübt wird, soll jetzt auch der Non-Hodgkon-Lymphom aufs Kreuz gelegt werden. Auch die Deutsche Grappling Liga um Franco De Leonardis und Daniel Ackerman sind in dem Thema mit eingebunden und machen mit.

Yvonne ist die Freundin von Thomas Altstadt, dem 2. Vorsitzenden des KSV Witten 07. Als der niederschmetternde Befund vorlag, herrschte bei beiden zunächst Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit, Trauer. Doch dann die Erkenntnis, dass die eine, kleine Chance, die vielleicht besteht, ergriffen werden sollte – die Stammzellen-Typisierung von möglichst vielen Menschen. Und da kam dann der KSV Witten 07 ins Spiel, der Wittener Traditionsverein. Der hat viel „know how“ bei der Organisation von sportlichen Großveranstaltungen. Zuletzt, 2012, bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Ringen und 2014 wieder, wenn die Männer ihre nationalen Titelträger in der Huse-mannhalle ermitteln werden. Jetzt begibt sich der Verein auf neues Terrain, er hat – gemeinsam mit der „DKMS“ – eine Aktion gestartet, um der jungen Frau zu helfen.

„Gemeinsam ringen für Yvonne“ lautet das Motto – entsprechend der Sportart, die der KSV Witten 07 in erster Linie repräsentiert. Knapp vier Millionen Daten hat die DKMS in ihren Registern – aber: „keine Übereinstimmung“, für Yvonne Brune.

2004 traten bei Yvonne die ersten konkreten Anzeichen auf – Knoten, die nicht schmerzten. Seitdem kämpft die Grundschul-Pädagogin, hat sich verschiedenen Therapien unterworfen und hoffte auf Besserung – doch keine der Behandlungen schlug bisher an. Jetzt die Idee über der DKMS einen Aufruf zu starten. Bettina Steinbauer von der DKMS hatte im Gespräch angedeutet, dass eine Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellen-Spender eine Chance sein könnte.

„Es wäre schön, wenn 1.000 Menschen unserem Aufruf folgen würden“, hat der KSV-Vorsitzende Detlef Englich ein hohes Ziel gesetzt. Die DKMS-Family ist mit rund 3,7 Millionen registrierten potenziellen Stammzellspendern der weltweit größte Dateienverbund und koordiniert täglich durchschnittlich 14 Stammzellspenden. Jede weitere Typisierung hilft dabei, Menschenschicksalen eine neue, positive Richtung zu geben!

Was passiert vor Ort:
Am 24. August wird sich die Mannesmann-Halle dann in ein Medizin-Zentrum verwandeln, wo den Aktionsteilnehmern zum Zwecke der Typisierung nicht mehr als ein Tropfen Blut abgenommen wird. Die Menschen, die mitmachen, sollten gesund und im Alter von 17 bis 55 Jahren sein.

Die Prozedur wäre ähnlich einfach, wenn denn ein Erkrankter und der passende Spender vermittelt werden könnten: aus dem Blut des Spenders werden die Stammzellen „herausgefiltert“, danach übertragen. Das Ganze ohne großen Aufwand, ohne Narkose, Schmerzen, ohne körperliche Einschränkungen!

Damit die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung nicht am Geld scheitern muss, ist eine Spendenaktion für die Wittener Typisierung ins Leben gerufen worden! Denn für jede Neuaufnahme eines potenziellen Stammzellspenders entstehen der DKMS Analysekosten in Höhe von 50 Euro. Nur wenige Spender können bzw. wollen diese Kosten selbst tragen. Dass die DKMS bei ihren bundesweiten Aktionen dennoch alle geeigneten Interessenten aufnehmen kann, ist zahlreichen Unternehmen zu verdanken, die sich sozial engagieren und die Neuaufnahme potenzieller Spender finanziell unterstützen.

Das Spendenkonto der DKMS für die Wittener Aktion lautet:

DKMS Spendenkonto 707000
BLZ 452 500 35, Sparkasse Witten