Boxen

Gefängnisstrafe verschoben

Floyd Mayweather muss erst ab Juni hinter Gitter, dennoch gibt es wohl keinen Pacquiao-Kampf. (Foto: phnewsnetwork.com)

Floyd Mayweather Jr. (42-0-0, 26 KO) muss nicht, wie ursprünglich angeordnet, seit vergangenem Freitag im Gefängnis sitzen. Seit Team von Anwälten erreichte vor Gericht eine Haftverschiebung, Mayweather muss erst ab 01. Juni seine Haftstrafe antreten. Sein für den 05. Mai geplanter Kampf wäre demnach wieder möglich – doch Manny Pacquiao (54-3-2, 38 KO) scheint als Gegner nach wie vor keine Option zu sein.

„Das ändert nichts an der Ausgangssituation“, so Pacquiaos Promoter Bob Arum. „Manny wird vor Sommerbeginn nicht fit für einen solchen Kampf sein.“

Arum zufolge bedingt eine schwere Cutverletzung, die Pacquiao im November gegen Juan Manuel Marquez erlitten hatte, die lange Auszeit seines Schützlings. Kürzlich galt ein Kampf im Mai noch als wahrscheinliche Option für den „Pac-Man“.

Da sollte Mayweather aber auch noch eine am 06. Januar beginnende, 87-tägige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt absitzen. Ein Kampf im Mai wäre für ihn unmöglich gewesen. Leonard Ellerbe, CEO von Mayweather Promotions, äußerte sich zynisch zur Situation:

„Erst hieß es, Pacquiao kämpft im Mai, nun soll er plötzlich erst im Juni kämpfen. So ein Zufall!“

Ellerbe zufolge wird es in der kommenden Woche ein offizielles Statement dazu geben, wer der nächste Gegner Mayweathers sein wird. Das mexikanische Jungtalent Saul „Canelo“ Alvarez und Interim-Leichtgewichts-Doppelweltmeister Robert Guerrero gelten als mögliche Kontrahenten.

Beides herausragende Boxer, die angesichts eines möglichen Mayweather-Pacquaio-Superfights aber lediglich wie Notlösungen erscheinen. Für Pacquiao gilt, nach dem kontroversen Unentschieden im dritten Kampf gegen Marquez, im November letzten Jahres, ein viertes Duell gegen den 38-jährigen Mexikaner als wahrscheinlich.