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Für klare Entscheidungen

151 Fußball-Spiele hat er geleitet, dann ist er für sieben Jahre in den Bundestag gegangen - doch nun hat sich Bernd Heynemann auf ein anderes Parkett begeben. Getreu dem Motto: "Draußen auf dem Platz ist es ja auch zu kalt zum denken", will er ab sofort eine gute Figur als Punktrichter am Boxring machen.

Seine erste Aufgabe im neuem Job war es, den WM-Kampf zwischen Kreshnik Qato (Albanien) und Karama Nyilawila (Tansania) zu werten. Das Gefecht zwischen den beiden Mittelgewichtlern fand in Prag bei der SES Fight Nicht statt. Der Kampf um die Krone der WBF sollte anschließend auch von den Punktrichtern entschieden werden. Wie seine Kollegen sah auch Heynemann selbst Karama Nyilawila deutlich vorn. Am Ende ein Einstand nach Maß.

Zur neuen Herausforderung gebracht hat ihn Jean Marcel Nartz, der beim Fight in Prag auch als Supervisor anwesend war. Gekommen ist dies nach seinem Bruch mit dem Deutschen Fußballbund, wo der Magdeburger letzten Sommer die Segel streichen musste. Zu oft im VIP-Raum und Inkompetenz, waren die Vorwürfe von Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel.

"So geht man nicht mit einem WM-Schiedsrichter und Träger des Bundesverdienstkreuzes um," so Heynemanns Antwort. Das er es besser kann und von Inkompetenz nichts zu sehen war, davon konnten sich die Zuschauer in Prag überzeugen. Ob er sich dann allerdings zu lange im VIP-Raum aufgehalten hat, dass können wir weder bestätigen, noch verneinen.