Boxen

Floyd Mayweather: Dana White war ein „kleiner, spießiger weißer Typ“

Floyd Mayweather freut sich, denn die Schecks der UFC passen in seine Portokasse (Foto: Bryan Horowitz/Creative Commons).

Floyd Mayweather Jr. ist kein besonders großer Fan der UFC im Speziellen und des MMA im Allgemeinen. Nachdem kürzlich immer wieder ein potentieller, wenn auch hochgradig unwahrscheinlicher Kampf zwischen dem Top-Boxer und UFC-Championesse Ronda Rousey Gegenstand von Diskussionen war, schob Mayweather den Gerüchten nun mit der Begründung einen Riegel vor, der Kampf sei für ihn rein finanziell völlig uninteressant.

Nach der Pressekonferenz zu seinem nächsten Kampf auf ein mögliches Duell mit dem UFC-Star angesprochen, erwiderte der Top-Boxer gegenüber dem Reporter: „Du bist ein Comedian (…). Ich bin im 100-Millionen-Dollar-Business tätig, nicht im Hunderttausend-Dollar-Business. Ich sollte mich gar nicht erst auf bestimmte Niveaus herablassen, weil es einfach keinen Sinn macht.“

Mayweathers Skepsis gilt dabei aber eher der UFC als Organisation und ihren teils heiß diskutierten Geschäftsmethoden, nicht bestimmten Personen oder den Kämpfern im Allgemeinen auf einem persönlichen Level: „Den Leuten, die im MMA involviert sind, wünsche ich nur das Beste. Ich habe nichts Negatives über sie zu sagen. Ich habe im Leben Glück gehabt und muss dafür dankbar sein. Ich habe nichts Schlechtes über irgendjemanden zu sagen. Ich wünsche allen von ihnen nur das Beste.“

Besonders bedroht scheint sich der momentan bestbezahlte Sportler der Welt nicht zu fühlen von White, laut dem die UFC dem Boxen schon vor Jahren den Rang abgelaufen hat. Diese Einstellung beruht aber scheinbar weniger auf Sympathie als auf einer beinahe stiefmütterlichen Einstellung gegenüber dem vermeintlichen Konkurrenzsport, wie Mayweather mit einer handvoll ironischer Seitenhiebe klarstellte.

„Ich weiß noch, am Anfang meiner Karriere, an Tag eins, als ich meinen ersten Kampf hatte“, erinnert sich der 38-Jährige. „Dana White hat zu dieser Zeit für mich und meinen Onkel Jeff Mayweather gearbeitet, als niemand sonst wusste, wer Dana White ist. Als er ein kleiner, spießiger weißer Typ war. Bevor er sich seine Haare abgeschnitten hat und ein ‚harter Kerl’ im MMA geworden ist.“

Also ist Mayweather vielleicht sogar mitverantwortlich für den anschließenden Aufstieg der UFC aus dem Beinahe-Bankrott ins nationale Fernsehen? „(White) ist mit uns rumgelaufen. Niemand wollte für ihn einstehen und da habe ich gesagt, dass ich es ohne Gegenleistung machen würde. Ich hab ihm einen Gefallen getan und ich bin stolz auf ihn. Ich bin stolz darauf, wie weit er es gebracht hat.“

Na, wenn Dana White sich über so viel Lob nicht mal so richtig freuen wird…