Boxen

Felix Sturm positiv auf Doping getestet

Hat Felix Sturm seinen fünften Titel mit chemischer Hilfe gewonnen? Die WBA zumindest behauptet das (Foto: Elias Stefanescu).

Am 20. Februar schrieb Felix Sturm Geschichte, als er in Oberhausen mit einem – wenn auch umstrittenen – Punktsieg gegen Fjodor Tschudinow zum ersten deutschen Profiboxer wurde, der fünf Mal Weltmeister geworden ist. Knapp zwei Monate später nun ein unerwartetes Nachspiel: Sturm soll beim Kampf gedopt gewesen sein.

Das teilte der Box-Weltverband WBA dem Boxer und seinem Team laut mehreren Medien kürzlich per eMail mit. Laut WBA soll der Test auf das anabole Steroid Stanozolol angeschlagen haben.

Sturm indes bestritt die Vorwürfe gegenüber dem Express energisch: „Ich bin in meiner Karriere 100 Mal getestet worden, immer waren die Ergebnisse negativ. Dass nach zwei Monaten eine solche Nachricht kommt und dazu der BDB nicht in Kenntnis gesetzt wurde, wie kann das sein? Ich werde Anwälte einschalten und die B-Probe öffnen lassen.“

Der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) zeigte sich ebenso überrascht wie schockiert von den Neuigkeiten. BDB-Präsident Thomas Pütz gab sich gegenüber dem Express vor allem von der Handhabung der WBA irritiert: „Mich hat das auch völlig überraschend getroffen“, so Pütz. „Die WBA hat uns nicht informiert. Sturm ist lizensierter Boxer des BDB, der Kampf hat in Deutschland stattgefunden und nach den Regeln des BDB. Wir haben den Kampf beaufsichtigt.“

„Das ist für mich alles komisch und undurchsichtig. Die WBA hätte zunächst uns informieren müssen. So einen Vorgang habe ich noch nie erlebt. Dieses Mittel bringt einem Boxer noch nicht einmal was - es kommt aus dem Bereich des Bodybuilding.“

Wie es mit Sturm und dem Gürtel weitergeht, werden die kommenden Wochen zeigen. Der BDB kann theoretisch eine Sperre verhängen, die WBA Sturm dagegen den Titel aberkennen.