Boxen

Fehler bei Brähmer-Urteil

Das Urteil gegen Boxweltmeister Jürgen Brähmer ist laut Staatsanwaltschaft Schwerin fehlerhaft. So sei bei der Bildung der Gesamtstrafe dem Richter ein Fehler unterlaufen. Dies gab Oberstaatsanwalt Ralph-Siegfried Ketelboeter bekannt und seine Behörde legte umgehend Berufung ein.

Das Amtsgericht in Schwerin hatte den 31-jährigen Brähmer am Dienstag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt. Die Strafe setzt sich laut Richterspruch wie folgt zusammen: Zum einen eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 400 Euro und einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Der Richter addierte dann beide Sachen zu einem Jahr und vier Monaten.

Laut Oberstaatsanwalt Ketelboeter sei dies aber ein Fehler. So entsprechen 60 Tagessätze zwei Monaten Haft. Die Gesamtstrafe aber müsse immer unterhalb der Summe der Einzelstraftaten sein. Zwar blieb der Richter selbst mit der Bildung der Gesamtstrafe unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, dennoch sei die Behörde angehalten, sich bei fehlerhaften Entscheidungen für eine Korrektur einzusetzen.

Auch die Verteidiger von Brähmer haben Berufung eingelegt. Sie fordern weiterhin einen Freispruch für ihren Mandanten.