Boxen

Eva Voraberger schreibt österreichische Sportgeschichte

Amanda Serrano und Eva Voraberger beim Staredown (Foto: Matchroom Boxing)

Ein großer Traum geht am Freitag für die Österreicherin Eva Voraberger in Erfüllung. An diesem Tag darf die junge Wienerin im Madison Square Garden in New York um den vakanten WBC-Gürtel im Super-Fliegengewicht boxen. Sie ist damit die erste Frau aus ihrer Heimat, der dieses Privileg zu Teil wird. Ihre Gegnerin im 5600 Zuschauer fassenden Hulu Theatre ist die in New York lebende Puerto-Ricanerin Amanda Serrano.

Die 30 Jährige Rechtsauslegerin ist eine der gefürchtetsten Boxerin auf diesem Planeten. Mit 26 vorzeitigen Siegen aus 37 Kämpfen bei gleichzeitig nur einer Niederlage und einem Unentscheiden hat sie eine hervorragende Quote, was frühzeitige Enden angeht. Sechs WM-Gürtel in sechs verschiedenen Gewichtsklassen untermauern den Status als eine der besten Faustkämpferinnen der Welt. Vor ihren Fäusten sollte sich die gebürtige Grazerin also im Box-Mekka in Acht nehmen.

Voraberger wartet ihr ganzes Leben schon auf eine solche Chance. Keiner Herausforderung ist sie dabei aus dem Weg gegangen. Dabei kam auch die eine oder andere Niederlage zusammen. Insgesamt sind es fünf. Die letzte datiert aus dem Jahr 2016, wo sie Esmeralda Moreno unterlag. Nie gab das "Golden Baby" dabei auf und zog die Lehren aus den Misserfolgen der Vergangenheit. Ihr Sieg gegen Luna del Mar Torroba öffnete ihr jetzt die Tür in die große Boxwelt.

Der Kampf wird in der Nacht zum Samstag ab 1 Uhr auf DAZN übertragen und ist im Vorprogramm der WBO-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht zwischen Demetrius Andrade und Artur Akavov zu sehen.